IGS-Industrielle Gefahrenmeldesysteme GmbH

Technology for life safety and security

Wissenswertes zum Thema ISDN - Teil 2: Anschlussarten

Anschlussarten: In der bisherigen analogen Fernsprechtechnik stand dem Anwender in der Hauptsache ein sogenannter a/b-Anschluss zur Verfügung an dem alle herkömmlichen (analogen) Endeinrichtungen betrieben wurden. Am Euro-ISDN stehen für den Kunden mehrere Anschlussarten zur Verfügung zwischen denen er wählen kann.

Anschlussarten


Informationen über den ISDN-Anschluss:
Informationen über Anschlussart oder momentane Leistungsmerkmale bzw. Betriebsweise eines bestehenden ISDN-Anschlusses können vom Anschlussinhaber ggf. bei der TELEKOM über deren Vertrieb 01114 bzw. über die Ortsnetzkennzahl + 1114 erhalten werden.

Primärmultiplexanschluss: Der Primärmultiplexanschluss ist für die Versorgung von großen ISDN-TK-Anlagen vorgesehen, die einen großen Bedarf an Übertragungskanälen haben. Er verfügt über 30 Kommunikationswege (B-Kanäle mit je 64 kBit/s) und einen Signalisierungsweg (D-Kanal mit 64 kBit/s). Die Schnittstelle zur Endeinrichtung heißt bei diesem Anschluss S 2M . Sie ist vieradrig ausgeführt. Der direkte Betrieb von Endeinrichtungen (z.B. Telefonen) an der S 2M -Schnittstelle ist nicht möglich. Zum direkten Anschluss von Übertragungsgeräten für Gefahrenmeldungen kommt somit dieser Anschluss nicht zur Anwendung und wird aus diesem Grund nicht weiter behandelt.

Primärmultiplexanschluss


Basisanschluss:
Der Basisanschluss ist die am häufigsten verwendete ISDN-Anschlussart. In der Regel ist er über eine herkömmliche Kupferdoppelader mit der Vermittlungsstelle (Netzknoten) verbunden. Der Übergabepunkt zwischen dem Bereich der TELEKOM und der Teilnehmerseite ist der Netzabschluss (NT), für dessen Installation die TELEKOM zuständig ist. Dieser Abschluss wird auch als NTBA bezeichnet. Die Verbindung vom Netzabschluss zu den Endgeräten erfolgt über eine vieradrige Leitung, den S 0 -BUS. Bei diesem Anschluss stehen zwei Kommunikationskanäle (B-Kanäle) und ein Signalisierungskanal (D-Kanal) zur Verfügung.

Basisanschluss


Der Netzabschluss:
Der NT (Network Termination / Netzabschlussgerät) setzt die über die Kupferdoppelader vom und zum Netzknoten (Vermittlungsstelle) laufenden Datenströme auf die vierdrahtige S 0 -Schnittstelle um. Die ISDN-Endgeräte sind an dieser Schnittstelle vieradrig angeschlossen, dabei wird die eine Doppelader für die Sende-, die andere Doppelader für die Empfangsrichtung verwendet. Der digitale Datenstrom von 144 kBit/s ist in beiden Betriebsrichtungen nach dem Zeitmultiplexverfahren, d.h. zeitlich gestaffelt, in 2 Kommunikationskanäle (B-Kanäle) mit je 64 kBit/s und einem gemeinsamen Signalisierungs- bzw. Steuerkanal (D-Kanal) mit 16 kBit/s aufgeteilt.

Der Netzabschluss

Kommunikations- und Signalisierungswege am Basisanschluss: In den beiden Kommunikationskanälen können Sprache, Text, Bilder, Daten usw. übertragen werden. Da zwei Kommunikationskanäle vorhanden sind, können gleichzeitig zwei voneinander unabhängige Verbindungen betrieben werden.

Kommunikations- und Signalisierungswege am Basisanschluss

Der Signalisierungskanal dient zur Übertragung aller Informationen, die zum Aufbau und Trennen der Verbindungen notwendig sind, z.B.:

  • Die Rufnummer des A-Teilnehmers (CgN)
  • Die Rufnummer des B-Teilnehmers (CdN)
  • Die SAPI-Kennung (Service Access Point Identifier) zeigt z.B. mit Kennung 0 an, dass die nachfolgenden D-Kanal-Informationen Signalisierungszeichen sind.
    • SAPI = 16 für paketorientierten Datentransfer
    • SAPI = 63 Managementfunktion (z.B. TEI-Verwaltung)
  • Die TEI-Information (Terminal Endpoint Identifier) wird von der Vermittlungsstelle dem Endgerät beim Anstecken an den S 0 -BUS zugewiesen und stellt für die Zeit, solange dieses Endgerät angeschlossen bleibt, dessen Identifizierungsnummer für die Vermittlungsstelle dar.
    • TEI = 0 Punkt-zu-Punkt-Verbindung
    • TEI = 1-63 manuelle TEI-Zuweisung
    • TEI = 64-126 automatische TEI-Zuweisung von der
    • TEI = 127 für TEI-Verwaltung und Rundsendung an alle Teilnehmer
  • Weitere Kenner bestimmen, ob der B-Kanal für reinen Übermittlungsdienst, für Analogsignale oder Daten, wie z.B. bei der Übertragung von Gefahrenmeldungen oder für einen Teledienst, z.B. Telefon- oder Faxdienst, genutzt wird. Diese Dienstekennung erhöht zusätzlich die Sabotagesicherheit bei Gefahrenmeldungen.
  • Weitere kurze Informationsblöcke ermöglichen eine eingeschränkte Information zwischen den ISDN-Partnern für die Zeit des Verbindungsaufbaus, z.B. für die
    Übertragung von Subadressen oder “User to User”-Informationen.

Mit diesen Informationen ist der D-Kanal nicht voll ausgelastet. Daher stehen im Euro-ISDN dem Anwender im D-Kanal zusätzlich 9600 Bit/s zur Datenübertragung über Datex-P oder private X.25-Netze als dritter unabhängiger Übertragungsweg, zur Verfügung (SAPI 16).

Anschlusskonfiguration Punkt zu Punkt: An einem Punkt-zu-Punkt-Anschluss kann in der Regel nur ein Endgerät angeschlossen werden. Dies wird meistens eine kleinere ISDN-fähige TK-Anlage sein. Mit dieser können Vorteile wie kostenloses internes telefonieren oder das Durchwählen zu Nebenstellen genutzt werden. Da die TK-Anlage den S 0 -Anschluss belegt, müssen im Gegensatz zum Mehrgeräteanschluss alle weiteren Endeinrichtungen an der TK-Anlage angeschlossen werden. Diese Anschlussvariante wird als “TK-Anlagenanschluss” bezeichnet.

Anschlusskonfiguration Punkt zu Punkt

Anschlusskonfiguration Punkt zu Mehrpunkt: Bei diesem Anschluss können an den S 0 -BUS auf der Teilnehmerseite maximal 8 ISDN-Endgeräte angeschlossen werden, von denen jeweils zwei Geräte gleichzeitig nutzbar sind, da am Basisanschluss zwei B-Kanäle zur Verfügung stehen. Diese Anschlussart wird auch als “Mehrgeräteanschluss” bezeichnet. Jedem der angeschlossenen Endgeräte kann eine eigene Rufnummer (MSN) zugeordnet werden.

Anschlusskonfiguration Punkt zu Mehrpunkt


IAE:
Die Anschaltung der Endgeräte an den S 0 -BUS erfolgt in der Regel über (passive) Anschlussdosen, die sogenannte ISDN-Anschluss-Einheit IAE. Sie ist wahlweise mit einer oder zwei Western-Buchsen (RJ45) 8/4 ausgestattet (8-pol. Buchse, 4 davon belegt). An diesen Dosen werden die Endgeräte angesteckt.

Terminal-Adapter (TA): Mit Hilfe eines Terminal-Adapters lassen sich herkömmliche Endgeräte im ISDN nutzen. Terminal-Adapter können sowohl analoge a/b - Schnittstellen zum Endgerät besitzen als auch digitale Schnittstellen zum Anschluss von Datenendgeräten z.B. V.24. Mit analogen Endgeräten, die über einen TA angeschlossen sind, lassen sich nicht alle Merkmale des ISDN nutzen.

Quelle: Produktinformation der Firma Telenot

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