IGS-Industrielle Gefahrenmeldesysteme GmbH

Technology for life safety and security

Begriffe und Erläuterungen zum Thema Aufbau einer Einbruchmeldeanlage

Aufbau einer Einbruchmeldeanlage im Überblick

Eine Einbruchmeldeanlage besteht unabhängig von der Komplexität grundsätzlich aus den folgenden Komponenten:

Zentrale: Die Zentrale ist das "Kontrollzentrum" des gesamten Systems. Für den Fall einer Störung der Energieversorgung muss die Zentrale grundsätzlich mit einer Notstromversorgung (Akku) ausgestattet sein.

Alarmmelder: Alarmmelder sind die "Fühler" einer Einbruchmeldeanlage. Sie müssen bei einem Einbruch oder bereits bei einem Einbruchsversuch eine Meldung an die Zentrale absetzen. Je nach Einsatzgebiet stehen verschiedene Melderarten zur Verfügung: - Kontakte, die das Aufbrechen einer Tür oder eines Fensters erkennen - Glasbruchsensoren, die das Einschlagen einer Scheibe erkennen - Bewegungsmelder, die eine Person im Raum erkennen - Sondermelder für spezielle Anwendungen

Alarmgeber: Blitzleuchten und Sirenen machen optisch und akustisch auf einen erfolgten Einbruchalarm aufmerksam. Für den Innen- und Außenbereich eines Gebäudes stehen entsprechende Alarmgeber zu Verfügung. Darüber hinaus kann über ein Telefonwählgerät automatisch eine Alarmmeldung an eine hilfeleistende Stelle (z.B. Polizei oder Wachunternehmen) weitergeleitet werden.

Schalteinrichtung: Über die Schalteinrichtungen wird die Einbruchmeldeanlage scharf- und unscharf geschaltet.

Übersicht: Aufbau einer Einbruchmeldeanlage

Überwachungsarten

Ein Gebäude kann auf verschiedene Arten gegen Einbruch gesichert bzw. überwacht werden: Neben baulichen Maßnahmen (z.B. Gitter an den Fenstern, zusätzliche Schlösser und Riegel an Türen und Fenstern) gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, ein Objekt mit einer Einbruchmeldeanlage elektronisch zu überwachen, um im Falle eines versuchten Einbruchs einen Alarm auszulösen. Eine Kombination aus mechanischer Sicherung und elektronischer Überwachung ist sinnvoll.

Überwachungsarten

Außenhautüberwachung

Unter diesem Begriff versteht man die Überwachung aller Zugänge wie Fenster, Türen und sonstiger Zutrittsmöglichkeiten, so dass bereits der Versuch eines Eindringens in das Gebäude schnellstmöglich gemeldet wird. Das heißt, dass sich der Täter bei Alarmauslösung noch nicht im Gebäude befindet. Die Außenhautüberwachung ist die beste Art der Überwachung, da z.B. auch im Wohnbereich die Anlage bei Anwesenheit eingeschaltet werden kann. Die Bewegungsfreiheit innerhalb des Gebäudes wird durch die abgeschaltete Raumüberwachung erreicht. Je nach Anforderung besteht zusätzlich noch die Möglichkeit, Wände, Böden, Decken Lichtkuppeln usw. auf Durchbruch zu überwachen.

Für eine wirkungsvolle Außenhautüberwachung stehen verschiedene technische Möglichkeiten zur Verfügung:

Außenhautüberwachung

Öffnungsüberwachung: Fenster und Türen werden mit speziellen Kontakten (z.B. mit Magnetkontakten) auf den Zustand "geöffnet" oder "geschlossen" überwacht.

Verschlussüberwachung:
Fenster, Türen usw. werden auf den Zustand "verschlossen" überwacht.

Durchbruchüberwachung: Überwachung von Wänden, Scheiben usw. auf Durchbruch. Dazu werden Glasbruchsensoren, Alarmtapeten, Körperschallmelder o.ä. verwendet. Die Durchbruchüberwachung wird noch unterteilt in Durchgriffüberwachung und Durchstiegüberwachung.

Durchgriffüberwachung: Hierbei wird eine Fläche auf Durchgreifen mit einer Hand oder einem Werkzeug (z.B. durch eine Schaufensterscheibe) überwacht.

Durchstiegüberwachung: Hierbei wird eine Fläche auf das Durchsteigen (Eindringen) eines möglichen Täters in ein Gebäude überwacht.

Das folgende Beispiel zeigt die Mindestanforderung für eine wirkungsvolle Außenhautüberwachung. Je nach Anforderungen kann zusätzlich noch eine Überwachung von Wänden, Böden, Decken, Lichtkuppeln usw. erforderlich sein.

Öffnungsüberwachung: Alle außenliegenden Türen und Fenster werden mit Kontakten auf "geöffnet" oder "geschlossen" überwacht.
Durchbruchüberwachung: Alle außenliegenden Glasflächen werden mit Glasbruchsensoren auf Glasbruch überwacht.

Mindestanforderung für eine wirkungsvolle Außenhautüberwachung

Raumüberwachung

Die räumliche Überwachung ist eine dreidimensionale, vollständige oder teilweise Überwachung eines Sicherungsbereiches. Man unterscheidet dabei zwischen zwei verschiedenen Überwachungsarten:

Fallenmäßige Überwachung: Überwachung von Bereichen, die Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit betreten.

Schwerpunktmäßige Überwachung: Überwachung von Teilen eines Sicherungsbereiches, in denen gefährdete (hoch begehrliche) Gegenstände konzentriert sind.

Welche Überwachungsart erforderlich ist, hängt von der Sicherungsklasse des zu überwachenden Objekts bzw. den Forderungen des Versicherers ab. Sollte ein Täter von der Außenhautüberwachung unbemerkt in das Gebäude eingedrungen sein oder er befindet sich bereits vor dem Scharfschalten der Anlage im zu überwachenden Bereich, wirkt die Raumüberwachung. Diese wird üblicherweise mit Bewegungsmeldern realisiert. Am weitesten verbreitet sind Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder (abgekürzt PIR-Melder). Diese PIR-Melder erkennen Änderungen der Infrarotstrahlung im überwachten Bereich. Durch die Körperwärme einer Person tritt eine solche Änderung beim Betreten bzw. Durchqueren des Erfassungsbereiches des Melders auf. Um die unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, sind die PIR-Melder mit 3 in ihrer Strahlengangcharakteristik unterschiedlichen Optiken lieferbar:

Flächenoptik geeignet für die Überwachung von Räumen bis 12 x 12m
Streckenoptik geeignet für die Überwachung von Fluren
Vorhangoptik geeignet für die Überwachung von Durchstiegsbereichen

Beispiel für die räumliche Überwachung mit PIR-Meldern mit Flächenoptik:

Beispiel für die räumliche Überwachung mit PIR-Meldern mit Flächenoptik

Nur die Kombination von Außenhautüberwachung und Raumüberwachung kann die optimale Überwachung bieten.

Objektüberwachung

Bei der Objektüberwachung werden besondere Gegenstände wie z.B. Tresore, Kunstgegenstände usw. überwacht. Je nach Einsatz stehen verschiedene Melder zur Verfügung:

Körperschallmelder: Körperschallmelder eignen sich für das Überwachen von Kassenschränken, Panzerschränken und Tresorräumen auf Angriffe mit allen heute bekannten Einbruchwerkzeugen wie Diamantkronenbohrer, hydraulischen Presswerkzeugen, Sauerstofflanzen oder Sprengstoff.

IDENTLOC Sensor: Dieser Sensor kann für die Anwesenheitsüberwachung von Gegenständen verwendet werden (z.B. Kunstgegenstände, wertvolle Gemälde usw.). IDENTLOC Sensoren arbeiten induktiv. Zwischen dem feststehenden Teil (z.B. Wand) und dem beweglichen Teil (z.B. Bild) ist keine galvanische Verbindung erforderlich.

Freilandüberwachung

Unter Freilandüberwachung versteht man die Überwachung aller Bereiche, die nicht vollständig umbaut sind, z.B. Hof, Garten, Terrasse oder andere Außenobjekte. Die Überwachung solcher Bereiche ist in der Regel schwierig, da Störungen durch Tiere, Schneefall, windbewegte Sträucher oder Bäume praktisch nie ganz ausgeschlossen werden können. Deshalb erfordert die Freilandüberwachung eine sorgfältige Planung und Installation.

Meldergruppenarten

Alarmanlagen müssen verschiedenartige Ereignisse wie z.B. Alarm, Sabotage usw. unterscheiden können. Dafür stehen in ihrer Funktionalität unterschiedliche Meldergruppenarten zur Verfügung. Hinweis: Grundsätzlich sind die Meldergruppenarten von der Funktionalität der EMZ abhängig. Deshalb sind hier nur die wichtigsten Arten aufgeführt:

Einbruchmeldergruppe: Eine Einbruchmeldergruppe löst einen Einbruchalarm aus. An Einbruchmeldergruppen sind alle Alarmmelder angeschlossen. Das sind die Melder der Außenhautüberwachung, der Raumüberwachung, der Objektüberwachung oder der Freilandüberwachung. Melder unterschiedlicher Überwachungsart dürfen nicht in einer Meldergruppe gemischt werden.

Sabotagemeldergruppe: Bestimmte Meldergruppen können auf Sabotage programmiert werden. Als solche sind sie immer meldebereit. Die Sabotagemeldergruppe überwacht z.B. die Deckelkontakte der Außenalarmgeber, der sabotageüberwachten Verteiler und Schalteinrichtungen. Die Sabotagemeldergruppe ist immer scharf und kann nicht gesperrt werden.

Verschlussgruppe Alle Außentüren, die aus dem Sicherungsbereich führen, müssen vor der Scharfschaltung verschlossen sein. Aus diesem Grund werden die Riegel der vorhandenen Schlösser mit Riegelschaltkontakten auf "Verschluss" überwacht. Eine Verschlussgruppe löst keinen Alarm aus. In eine Verschlussgruppe kann z.B. auch das Störungsrelais eines Alarmübertragungsgerätes aufgeschaltet werden. Dies würde z.B. eine externe Scharfschaltung bei gestörtem Telefonwählgerät verhindern. Außentüren müssen grundsätzlich in die Überwachung mit einbezogen werden! D.h.: Außentüren dürfen von außen nicht zu öffnen sein, wenn die Alarmanlage scharfgeschaltet ist.

Überfallmeldergruppe: Die Überfallmeldergruppe dient der Notauslösung bei Gefahr. Als Alarmgeber dienen üblicherweise Überfalltaster. Eine Überfallmeldergruppe ist immer scharf und kann nicht abgeschaltet werden.

Sensorik

Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder (PIR-Melder): Ein PIR-Melder ist ein hoch sensibles Temperaturmessgerät. Der Melder registriert Wärmestrahlung im infraroten Spektralbereich (z.B. von Menschen oder Tieren). Der PIR-Melder stellt sich auf die Hintergrundtemperatur des Raumes (Wände und Boden) ein und "merkt" sich diesen Wert (Referenzwert). Ein Mensch, der sich im Überwachungsbereich des Melders bewegt, hat eine andere Wärmestrahlung als der Hintergrund. Dieser Unterschied wird vom Melder erkannt und bei entsprechender Differenz zum Referenzwert als Meldung abgesetzt. Um die Ansprechempfindlichkeit des Melders zu erhöhen, wird sein "Beobachtungsfeld" mittels einer Optik (Linsen- oder Spiegeloptik) in verschiedene keulenförmige Erfassungszonen und -ebenen (horizontal und vertikal) aufgeteilt. Beim Betreten bzw. Verlassen einer Erfassungszone kann der Melder viel empfindlicher reagieren als bei einem gleichmäßigen Überwachungsfeld. Zur Auslösung eines PIR-Melders sind deshalb Wärme und Bewegung erforderlich.

Funktion eines Passiv-Infrarot-Bewegungsmelders

An den mit X gekennzeichneten Stellen wird eine Erfassungszone betreten bzw. verlassen. Der Melder erkennt dies und kann eine Meldung absetzen.

Passive Glasbruchsensoren: Passive Glasbruchsensoren dienen der Überwachung von Glasscheiben auf Bruch. Ein Glasbruchsensor wird auf eine Scheibe geklebt. Er ist mit einem Piezokristall ausgestattet und registriert damit alle auf der Scheibe eintreffenden Schallereignisse. Zersplitterndes Glas (z.B. bei einem Einbruch) verursacht ein ganz bestimmtes Geräusch in der Glasscheibe (=spezifisches Frequenzspektrum). Dieses Geräusch wird von dem Glasbruchsensor für berstendes Glas als typisch erkannt. Nur wenn dieses typische Frequenzspektrum vorliegt, löst der Melder Alarm aus.

Passive Glasbruchsensoren sind auf allen Silikatgläsern Normalgläser), die auf beiden Seiten der Innenscheibe glatt sind, einsetzbar. Nicht einsetzbar sind passive Glasbruchsensoren auf:

- Kunststoffscheiben
- Verbundglas (VSG, Mehrscheibengläser)
- Butzenglasscheiben
- Strukturglas
- Glas mit Drahteinlage

Scheiben aus Kunststoff (Polykarbonat) bestehen aus mehreren Schichten. Die Art der Fortpflanzung von Schallwellen ist für den Einsatz eines Glasbruchsensors nicht geeignet. Außerdem besteht beim Aufkleben eines Glasbruchsensors die Gefahr, dass die oberste Schicht der Scheibe angegriffen wird.

Ein geeigneter Montageort kann nur unter Berücksichtigung des Überwachungsbereiches des Glasbruchsensors festgelegt werden. Je nach Größe der zu überwachenden Scheibe sind ggf. mehrere Sensoren anzubringen. Bei VdS-gemäßer Montage ist zu beachten: Passive Glasbruchsensoren (Glasbruchmelder der Klassen A und B) dürfen innerhalb des Handbereichs nur auf Doppelverglasungen (Zweitscheiben) eingesetzt werden. Auf Einfachverglasungen dürfen sie nur eingesetzt werden, wenn sich diese Verglasung komplett außerhalb des Handbereichs befindet oder bei Fenstern, die mit einem Außenrollladen ausgerüstet sind, dessen geschlossener und arretierter Zustand überwacht wird. Bei Anwendungen in der VdS-Klasse C sind passive Glasbruchsensoren nicht zugelassen. In diesem Fall sind aktive GBS zu verwenden.

Aktiver Glasbruchmelder AGM 3000: Der aktive Glasbruchmelder überprüft die zu überwachende Glasfläche permanent auf zwei voneinander unabhängige Kriterien, die über ein zeitliches Raster miteinander verknüpft sind. Über das im Sensorteil befindliche Piezoelement wird die Glasscheibe zyklisch in Schwingungen versetzt. Nach Beendigung der Sendephase erfolgt der Empfang des reflektierten Signals (Echo) am Sensorelement; in der Auswerteeinheit wird es analysiert, abgespeichert und mit dem vorangegangenen Signal verglichen. Die Zerstörung einer Glasfläche führt zu einer erheblichen Veränderung des reflektierten Signals. Gleichzeitig erzeugt zersplitterndes Glas ein typisches Frequenzspektrum, das vom Piezoelement ebenfalls empfangen wird. Erst wenn beide Kriterien

a) stark verändertes Echo
b) Glasbruchfrequenzspektrum

zusammentreffen, gelangt das System in den Alarmzustand. Auf diese Weise ist es dem System möglich, Störeinflüsse zu erkennen, zu ignorieren und somit Umwelteinflüsse zu "lernen".

Akustischer Glasbruchmelder DETEKT 1000: Der DETEKT 1000 ist ein moderner, akustischer Glasbruchmelder. Dieser Melder dient der Überwachung von Glasscheiben auf Durchbruch, ohne daß sich der Sensor und die Glasscheibe in direktem Kontakt befinden. Aufgrund dieser Technologie besteht die Möglichkeit, mehrere Scheiben mit nur einer einzigen Meldereinheit überwachen zu können. Sprossenfenster und Fenster die aus mehreren Segmenten bestehen sowie Schiebefenster lassen sich in herkömmlicher Weise nur mit großem Aufwand auf Glasbruch überwachen. Die gleiche Problematik zeigt sich bei der Absicherung von Dachfenstern und Oberlichtern. Durch den Einsatz des DETEKT 1000 kann selbst in diesem sicherheitstechnisch sehr sensiblen Bereich eine lückenlose Überwachung erfolgen. Das Melderprinzip des DETEKT 1000 basiert auf der physikalischen Gegebenheit, dass beim Glasbruch von der Scheibe mittlere Tonfrequenzen, und beim Auftreffen auf den Boden ein hochfrequentes Klirrspektrum erzeugt wird. Der Melder ist für Wand-, Eck- und Deckenmontage geeignet.

Magnetkontakte: Magnetkontakte eignen sich insbesondere zur Öffnungsüberwachung (z.B. von Türen und Fenstern). Vorzugsweise befindet sich der Magnet am/im beweglichen Teil (z.B. Türblatt, Fensterflügel), während der Kontakt am/im Rahmen befestigt wird. Magnetkontakte müssen so an Fenstern und Türen angeordnet werden, dass jede bestimmungsgemäße Öffnungsart zur Meldung führt, d. h., dass je nach Ausführungsart von Fenstern und Türen ggf. mehrere Magnetkontakte zum Einsatz kommen müssen. Empfehlung: Montage oben mittig, jedoch maximal 60cm von der Öffnungsseite entfernt. Bei mehrflügligen Türen, Toren und Fenstern muss je Flügel mindestens ein Magnetkontakt montiert werden. Magnetkontakte müssen so angebracht sein, dass Bewegungen vom Türblatt oder Fensterflügel von weniger als 10mm nicht zur Meldung führen. Magnetkontakte sind vorzugsweise verdeckt oder versenkt einzubauen. Bei Montage auf ferromagnetischem Untergrund ist eine ausreichende magnetische Isolierung vorzunehmen (z.B. Kunststoff-Distanzunterlagen). Die Montage muss so erfolgen, dass der Magnetfluss zwischen Magnet und Kontakt von außerhalb des Sicherungsbereiches nicht beeinflusst werden kann.

Reedkontakte der VdS-Klasse A, B und C

Je nach Art des zu sichernden Objekts stehen Reedkontakte der VdS-Klasse A, B und C zur Verfügung:

VdS-Klasse A: 2adrige Verdrahtung ist ausreichend
VdS-Klasse B: 4adrige Verdrahtung (Z-Verdrahtung) erforderlich
VdS-Klasse C: 4adrige Verdrahtung (Z-Verdrahtung) erforderlich. Im Gehäuse des Reedkontaktes befindet sich zusätzlich ein Sabotageschutz

Aufdruckbolzen: Aufdruckbolzen können in Verbindung mit Magnetkontakten zur Verschlussüberwachung eingesetzt werden. Dabei werden Fenster/Türen, die nicht verriegelt sind, so weit aufgedrückt, dass der Magnetkontakt öffnet. Für die verschiedenen Größen und Ausführungen von Fenstern und Türen stehen jeweils spezielle Aufdruckbolzen zur Verfügung.

Rolltorkontakte: Überall dort, wo schwere Türen wie Garagentore oder Schiebetore überwacht werden müssen, werden Rolltorkontakte verwendet. Sie arbeiten auf Reedkontaktbasis und bieten eine sehr gute mechanische Stabilität.

Riegelschaltkontakte (Schließblechkontakte): Riegelschaltkontakte sind elektromechanische Schalter mit Schnappcharakteristik, die zur Verschlussüberwachung von Türen eingesetzt werden. Sie werden unzugänglich hinter das Schließblech montiert. Beim Verschließen der Tür werden sie durch den Schlossriegel betätigt.

Kegelkontakte, Stiftkontakte: Diese Kontakte sind für beliebige Schalthandlungen vorgesehen. Sie besitzen einen Mikroschalter mit Schnappschaltwerk. Beim Stiftkontakt ist zu beachten, dass die Betätigung nur durch Druck und nicht durch Scherkraft erfolgen darf. Die Kontakte werden üblicherweise in den Rahmen eingelassen.

Federkontakte: Einsatz bei Garagen, Hallentoren, Abdeckungen von Lichtschächten o. ä., wo große Stellungs- und Lagertoleranzen auftreten können. Der Federstab ist allseitig beweglich.

Fadenzugkontakte: Einsetzbar an Dachluken, Notausgängen, Ausstellungsvitrinen usw., die nicht geöffnet, aber überwacht werden müssen. Der Fadenzugkontakt arbeitet durch den vorhandenen Reedkontakt sowohl auf Zug als auch auf Seilbruch.

Stößelkontakte: Die 4-poligen Stromübertrager eignen sich für spezielle Anforderungen, bei denen eine Leitungsführung zwischen starren und beweglichen Teilen erforderlich ist. So z.B. für die Absicherung von Hebe-Drehtüren oder Leitungsweiterführung zu Überwachungssensoren. Die hartvergoldeten Kegelkontakte erlauben vertikales und horizontales Anfahren bei größtmöglicher Kontaktsicherheit.

Überfallmelder: Überall dort, wo mit einer direkten Bedrohung von Personen zu rechnen ist, kommen Überfallmelder in Verbindung mit einer Einbruchmeldeanlage zum Einsatz. Die Anlage muss so konzipiert sein, dass bei einer zu erwartenden Bedrohung (Einbruch) oder bei einem Überfall Personen völlig unbemerkt per Hand- oder Fußbetätigung einen stillen Überfallalarm absetzen können.

Überfalltaster: Überfalltaster werden per Handbedienung zur unauffälligen Überfallalarmgabe in der Bank, beim Juwelier, im Supermarkt und im Privathaus eingesetzt. Sie sollen so platziert werden, dass sie durch Personen unbemerkt ausgelöst werden können.

Überfalltretleisten: Tretleisten sind Überfallmelder, die per Fußbetätigung zur unauffälligen Überfallalarmgabe speziell in Banken eingesetzt werden. Die Tretleiste wird vorzugsweise unter Schreibtischen, Büropulten, Schaltern oder ähnlichen Einrichtungen angebracht.

Tretmatten: Kontakt-Tretmatten sind für den Inneneinsatz z.B. unter einer Fußmatte ausgelegt.

Geldscheinkontakte: Geldscheinkontakte dienen als Sensoren in Geldfächern für unauffällige Alarmauslösung bei Überfällen. Der Melder passt in jede handelsübliche Geldscheinmulde. Durch die komplette Entnahme der Geldscheine aus dem Geldfach wird der Geldscheinkontakt ausgelöst. Der optoelektronisch arbeitende Sensor prüft das Lichtfrequenz -Spektrum und unterscheidet, ob der Empfänger gepulste Reflexenergie oder Fremdlicht erhält.

Überfall-Codesystem: Eine weitere Möglichkeit der Überfallmeldung besteht durch die Code-Systeme, die für hohe Sicherheitsrisiken zur Realisierung des "Geistigen Verschlusses" eingesetzt werden. Bei direkter Bedrohung kann durch Eingabe eines speziellen Codes ein Überfallalarm unauffällig und lautlos ausgelöst werden.

Körperschallmelder : Beim Bearbeiten von harten Werkstoffen wie Beton, Stahl und Kunststoffpanzerung entstehen Massenbeschleunigungen. Dadurch werden mechanische Schwingungen erzeugt, die sich als Körperschall im Material fortpflanzen. Der starr mit dem Schutzobjekt verbundene Sensor des Körperschallmelders nimmt diese Schwingungen auf und wandelt sie in elektrische Signale um. Die Melderelektronik analysiert diese Signale in einem ausgewählten, für Einbruchwerkzeuge typischen Frequenzbereich und löst über einen Relaiskontakt Alarm aus. Der Körperschallmelder eignet sich für das Überwachen von Kassenschränken, Panzerschränken und Tresorräumen auf Angriffe mit allen heute bekannten Einbruchwerkzeugen wie Diamantkronenbohrern, hydraulischen Presswerkzeugen, Sauerstofflanzen und ebenso auf Angriffe mit Sprengstoffen. Ein zusätzlicher Schutz zur Überwachung von thermischen Angriffen oder Sabotageversuchen direkt am Melder bietet die Temperatursicherung. Er kann auf Stahl, Beton oder Kunststoffpanzerungssystemen eingesetzt werden.

Erschütterungsmelder : Ein Erschütterungsmelder reagiert auf Naherschütterungen, verursacht durch Einbruchsversuche am überwachten Objekt. Der Melder kann auf Glas, Metall, Beton, Holz und Kunststoff eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um ein geschlossenes Medium handelt und die Klebefläche keine größeren Unebenheiten als 1mm aufweist. Einstellbare Empfindlichkeit sowie hohe Störsicherheit zeichnen diese Melder aus.

Infrarot-Lichtschranken: Infrarot-Lichtschranken sind geeignet für die Durchstiegs- und Durchgriffüberwachung auf große Entfernungen (bis max. 160m) von Türen, Wänden, Fensterfronten, Lichtkuppeln u.v.m. Sie arbeiten mit einem modulierten Infrarot-Strahl, so dass einfallendes Sonnenlicht oder versuchte Manipulationen durch Fremdlicht keine Beeinträchtigung der Funktion zur Folge haben.

Alarmtapete : Die Alarmtapete wird wie alle anderen normalen Tapeten auf die zu überwachenden Wände tapeziert. Zwischen zwei Papierschichten sind im Abstand von ca. 88 mm lackierte Kupferdrähte eingeschlossen. An Decke und Fußboden wird eine Verteilerleiste montiert, in der die einzelnen Drähte durchverbunden werden. Das entstehende Drahtgeflecht wird an eine EMZ angeschlossen. Die Zerstörung eines der Drähte wird von der Zentrale erfasst und als Alarm ausgegeben. Die Überwachungsart entspricht der VdS - Klasse C, Überwachung auf Durchstieg.

Alarmierung

Detektiert eine Einbruchmeldeanlage einen Alarm, muss dieser durch geeignete Alarmmittel an eine hilfeleistente Stelle übermittelt werden. Der für eine Alarmierung in Frage kommende Personenkreis umfasst

- Hausbewohner
- Nachbarn
- Freunde und Verwandte
- einen beauftragten Wachdienst
- direkt die Polizei.

Bei der Alarmierung wird unterschieden zwischen interner Alarmierung, externer Alarmierung und Fernalarm.

Alarmierung in der Einbruchmeldetechnik

Interne Alarmierung: Bei einer intern scharfgeschalteten Einbruchmeldeanlage ist die Außenhautüberwachung aktiviert, die Raumüberwachung ist teilweise oder ganz abgeschaltet. Internalarmgeber befinden sich innerhalb eines Sicherungsbereiches. Die akustischen Internalarmgeber sollen so angebracht werden, dass sie im kompletten Gebäude gut zu hören sind. Um Rückschlüsse auf den Montageort der Einbruchmeldeanlage zu vermeiden, dürfen sich die Internalarmgeber nicht in der Nähe der Zentrale befinden. Akustische Alarmgeber sollen nicht direkt innerhalb von Schlafräumen installiert werden. Bei einer Internalarmierung soll die Möglichkeit bestehen, z.B. über einen Überfalltaster einen Überfallalarm auszulösen.


Externe Alarmierung:
Bei einer extern scharfgeschalteten Einbruchmeldeanlage sind alle Melder aktiviert. Im Falle einer Alarmauslösung werden die externen Alarmgeber angesteuert. Diese Art der Alarmierung wird auch örtliche Alarmierung genannt. Zu einem Alarmsystem gehören zwei überwachte akustische Alarmgeber (Sirenen), ein optischer Alarmgeber (Blitzleuchte) und ein Telefonwählgerät (Option) zur Alarmübertragung. • Bei einem ausgelösten externen Alarm ist zu beachten: Die Dauer für den akustischen Alarm ist vom Gesetzgeber auf maximal 3 Minuten begrenzt! Bei effeff- Zentralen kann diese Zeitdauer zwischen 20 Sekunden und 3 Minuten eingestellt werden (Hauptalarmzeit). Für die optische Alarmierung gibt es keine zeitliche Begrenzung. Sie bleibt aktiv bis zur manuellen Abschaltung, damit die heranfahrende Polizei den Einbruchsort erkennen kann.

Fernalarmierung: Bei einem ausgelösten Alarm wird automatisch über ein Telefonwählgerät (TWG) eine hilfeleistende Stelle benachrichtigt. Bei den Telefonwählgeräten wird zwischen zwei Grundtypen unterschieden:

1. Telefonwählgeräte mit digitaler Übertragung = AWUG: Das AWUG überträgt die Informationen über das öffentliche Fernsprechnetz als digitale Signale an die Empfangszentrale z.B. eines Wachunternehmens.

2. Telefonwählgeräte mit Klartext–Sprachübertragung = AWAG: Das AWAG überträgt die Alarminformationen im Klartext. Der Klartext wird über ein Mikrofon direkt in das AWAG aufgesprochen. Diese Geräte eignen sich zur Alarmweitermeldung an einen Fernsprechteilnehmer im öffentlichen Fernsprechnetznetz (z.B. an einen Nachbarn).

Redundanter Funkweg: Der redundante Funkweg dient als unabhängiger Übertragungsweg für die Übermittelung von Gefahrenmeldungen über GSM-Netze an eine hilfeleistende Stelle (z.B. Wachunternehmen). Veranlassung für den Einsatz von redundanten Übertragungswegen, bzw. Ersatzwegen sind entsprechende Vorgaben durch VdS-Richtlinien oder Anforderungen von Anwendern, die aufgrund erhöhter Angriffsmöglichkeiten auf die leitungsgeführten Übertragungswege einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind.

Ersatzweg: Ein zusätzlicher Übertragungsweg, auf den bei Störung des Hauptübertragungsweges umgeschaltet werden kann. Der Ersatzübertragungsweg ist gemäß VdS über separate Trassen sowohl in das überwachte Objekt als auch in die Empfangsstelle zu führen. Im Idealfall sollte der Ersatzweg über ein vom Hauptübertragungsweg unabhängiges Netz realisiert werden (z.B. GSM Netz). Laut VdS müssen beide Übertragungswege zyklisch auf ihre Verfügbarkeit bzw. Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Schalteinrichtungen

Schalteinrichtungen werden benötigt, um eine Einbruchmeldeanlage scharf- und unscharf zu schalten. Unabhängig von der Art der Extern-Scharfschaltung gelten die folgenden Grundsätze:

Das bereits vorhandene Türschloss muss in seiner ursprünglichen Funktion voll erhalten bleiben und wird durch keine Maßnahme ersetzt. Alle zur Scharfschaltung und Überwachung erforderlichen Teile werden zusätzlich installiert.

Es muss sichergestellt sein, dass ein scharfgeschalteter Bereich nicht versehentlich betreten werden kann. Das kann mit einem Riegelschaltschloss, einem Blockschloss oder einem Sperrelement erreicht werden.

Eine Einbruchmeldeanlage darf nur scharfgeschaltet werden können, wenn die Zwangsläufigkeit erfüllt ist. Das bedeutet:

Alle Türen, die einen Zutritt zum überwachten Bereich ermöglichen, müssen geschlossen und verschlossen sein. Die Öffnungsüberwachung kann z.B. mit Magnetkontakten oder IDENTLOC erfolgen. Für die Verschlussüberwachung wird die Stellung des Schlossriegels mit einem Riegelschaltkontakt überwacht.

Alle überwachte Fenster, Lichtkuppeln usw. müssen geschlossen sein. (Ob zusätzlich eine Verschlussüberwachung erforderlich ist, hängt von der Sicherungsklasse ab.)

Es liegt kein Alarm und keine Störung vor.

Die Übertragungseinheit ist betriebsbereit.

Riegelschaltschlösser und Blockschlösser gehören zu der Gruppe der Schalteinrichtungen, mit denen eine Einbruchmeldeanlage extern scharf- bzw. unscharfgeschaltet werden kann. Zusätzlich wird durch den Riegel, der beim Scharfschalten der Anlage die Tür verschließt, verhindert, dass der gesicherte Bereich versehentlich betreten werden kann. Beim Unscharfschalten wird durch den eingefahrenen Riegel die Tür freigegeben. Das Blockschloss bietet im Gegensatz zum Riegelschaltschloss den Vorteil, dass der Riegel durch entsprechende elektrische Ansteuerung von der Zentrale mechanisch blockiert werden kann. Das verhindert z.B. ein Scharfschalten bei nicht erfüllter Zwangsläufigkeit oder ein Unscharfschalten in Verbindung mit einem "geistigen Verschluss".

Riegelschaltschlösser: Riegelschaltschlösser sind preiswerte Scharfschalteinrichtungen. Sie bestehen aus einem Kastenschloss mit eingebautem Mikroschalter. Beim Verschließen des Riegelschaltschlosses wird der Mikroschalter betätigt und dadurch die Einbruchmeldeanlage scharfgeschaltet. Gleichzeitig fährt der Schlossriegel heraus und verschließt die Tür. Somit wird verhindert, dass der Betreiber versehentlich seinen scharfgeschalteten Sicherungsbereich betreten kann. Mit dem Aufschließen des Riegelschaltschlosses fährt der Riegel zurück, der Schaltkontakt des Mikroschalters geht in seine Ruhelage zurück und die Einbruchmeldeanlage wird dadurch unscharfgeschaltet. Ein Riegelschaltschloss ist eine Schalteinrichtung und muss zusätzlich zu einem vorhandenen Türschloss (Verschlusseinrichtung) eingebaut werden. Durch den Schlossriegel eines Riegelschaltschlosses wird die mechanische Verschlusssicherheit der Tür erhöht und die Zwangsläufigkeit eingehalten. Verschiedene Dornmaßverlängerungen ermöglichen die Integration in neue oder bestehende Türsysteme.

Blockschlösser: Blockschlösser sind elektromechanische Schalteinrichtungen, die zur Scharfschaltung von Einbruchmeldesystemen angewendet werden. Wird ein Blockschloss zur Externscharfschaltung eingesetzt, muss darauf geachtet werden, dass sich diese Scharfschalteinrichtung nur von außerhalb des Sicherungsbereiches schließen lässt, um Falschalarme durch Fehlbedienungen des Betreibers zu vermeiden. Ein Blockschloss besteht, ähnlich wie das Riegelschaltschloss, aus einem Kastenschloss mit einem Schlossriegel. Im Kastenschloss befindet sich die gegen Feuchtigkeit vergossene Schaltelektronik, die je nach Blockschlossausführung mit einem mechanischen Bohrschutz, oder durch eine elektronische Aufbohrüberwachung geschützt sein kann. Den wesentlichen Unterschied zum Riegelschaltschloss bildet jedoch eine integrierte Blockiermechanik, die eine Bedienung des Blockschlosses nur unter einer bestimmten Voraussetzung zulässt: Es muss eine Schließfreigabe von der Einbruchmeldezentrale erfolgen. Diese Freigabe erfolgt nur, wenn alle zum System gehörenden Komponenten die Zwangsläufigkeit erfüllt haben: Es müssen z.B. alle überwachten Fenster und Türen ordnungsgemäß verschlossen sein, die Energieversorgung muss vorhanden sein und die angeschlossenen überwachten Alarmgeber müssen betriebsbereit sein. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann das Blockschloss abgeschlossen und somit die Einbruchmeldeanlage scharfgeschaltet werden. Zum Betreten des Sicherungsbereiches muss zwangsläufig zuerst über das Blockschloss unscharf geschaltet werden, der Blockschlossriegel gibt die Tür frei und der unscharfgeschaltete Sicherungsbereich lässt sich betreten. Für den Anlagenbetreiber ist dies die einfachste und sicherste Art, seine Einbruchmeldeanlage zu bedienen. Blockschlösser sind Schalteinrichtungen und müssen daher zusätzlich zum vorhandenen Türschloss eingebaut werden. Durch den Blockschlossriegel wird auch hier die mechanische Verschlusssicherheit erhöht und die Zwangsläufigkeit eingehalten.

Montagebeispiel für ein Blockschloss

Sperrelemente: Ein Sperrelement verhindert den Zugang in den scharfgeschalteten Bereich einer Einbruchmeldeanlage. Bei einer scharfgeschalteten Anlage verhindert ein Verschlussbolzen, dass die Tür zum gesicherten Bereich geöffnet werden kann. Erst beim Unscharfschalten wird der Verschlussbolzen zurückgefahren, so dass die Tür geöffnet werden kann. Ein Sperrelement ist grundsätzlich erforderlich, wenn für die Scharf-/Unscharfschaltung kein Riegelschaltschloss bzw. Blockschloss eingesetzt wird oder wenn für die Scharf-/Unscharfschaltung ein Riegelschaltschloss bzw. Blockschloss eingesetzt wird, jedoch zusätzlich noch ein weiterer Zugang gegen zufälliges Betreten eines scharfgeschalteten Bereichs abgesichert werden muss. Die Montage eines Sperrelements erfolgt im Türrahmen. Im Türblatt ist nur eine entsprechende Bohrung erforderlich, in die der Verschlussbolzen einfahren kann. In Notfällen kann ein Sperrelement mechanisch entriegelt werden.

Beispiel für eine Schalteinrichtung in Verbindung mit dem Sperrelement

Schlüsselschalter : Die Scharf- Unscharfschaltung erfolgt über einen im Sicherheitsbedienfeld integrierten Profilhalbzylinder. Die Schließnase des Zylinders betätigt den entsprechenden Mikroschalter im Bedienfeld. Im Gegensatz zum Blockschloss werden vom Bedienfeld nur Steuerimpulse an die Einbruchmeldezentrale weitergeleitet. Dies hat den Vorteil, dass mehrere gleichberechtigte Schalteinrichtungen einem Sicherungsbereich zugeordnet werden können (z.B. Zugang durch die Garage und durch die Haustür). Die Scharfschaltbereitschaft, bzw. der Schaltzustand der Einbruchmeldeanlage kann über LED's angezeigt werden. Da ein Bedienteil keinen Schlossriegel besitzt, muss zur Verriegelung der Tür zusätzlich eine elektromechanische Verriegelung (z.B. Sperrelement) eingesetzt werden.

IDENT-KEY: Das IDENT-KEY-System wird bevorzugt in Verbindung mit einer Einbruchmelderzentrale eingesetzt, wenn zusätzlich zu den Scharfschaltfunktionen eine Identifizierung und Protokollierung des Schaltvorganges erforderlich ist. Als Scharfschaltorgane können verwendet werden: berührungslose Bedienteile, berührungslose Bedienteile mit numerischer Tastatur für zusätzliche Codeeingabe, uP-Außenbedienteil, IK2-Blockschloß. Die IDENT-KEY-Auswerteeinheit besitzt einen Codespeicher für 127 Codeträger (Schlüssel), netzausfallsichere Programmspeicher sowie einen Ereignisspeicher, in dem die letzten 180 Vorgänge gespeichert bleiben. Zur Vergabe der Scharfschalt- oder Zutrittsberechtigungen können bis zu 15 Zeitzonen wahlweise als Datumsprogramme oder wiederholende Wochenprogramme definiert werden, aus denen für jeden der 127 Codeträger bis zu 6 Zeitzonen zugewiesen werden können. Die zeitliche Steuerung erfolgt über eine integrierte Echtzeituhr mit Datum und abschaltbarer automatischer Sommer-/Winterzeitumschaltung. In Verbindung mit der Wochenprogrammierung können zusätzlich 16 Feiertage festgelegt werden.

Geistiger Verschluss: Unter einem "geistigen Verschluss" versteht man die Möglichkeit, das Unscharfschalten einer Einbruchmeldeanlage von der Eingabe eines Zahlencodes, dem Auslesen einer Magnetkarte usw., abhängig zu machen. Nur wenn der richtige Code vorliegt, kann die Anlage unscharf geschaltet werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Zentrale auf "mit Schlossfreigabe" programmiert ist.

Im Türcode-Steuergerät wird der Code, der später abgefragt werden soll, programmiert. In der dargestellten Schalterstellung "Code verworfen" ist der Widerstand R überbrückt. Zum Scharfschalten der Zentrale ist dies die richtige Stellung: es ist keine Codeeingabe erforderlich. Beim Unscharfschalten muss der Widerstand R wirksam sein, sonst wird der Blockmagnet des Blockschlosses von der Zentrale nicht freigegeben und ein Aufschließen (=Unscharfschalten) ist nicht möglich. Dazu wird der eingegebene Code mit dem im Türcode-Steuergerät programmierten Code verglichen. Im Falle des richtigen Codes schaltet der Kontakt in die Stellung "Code richtig" (zeitbegrenzt) und der Blockmagnet wird während dieser Zeit freigegeben. Ist der Code falsch, bleibt der Kontakt in Stellung "Code verworfen", das Blockschloss wird von der Zentrale nicht freigegeben. Im Türcode-Steuergerät kann die Zeitdauer programmiert werden, innerhalb der sich das Blockschloss nach Codeeingabe öffnen lässt.

Quelle: Informationsschriften und Seminarunterlagen der Firma Novar by Honeywell

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