IGS-Industrielle Gefahrenmeldesysteme GmbH

Technology for life safety and security

Lichtrufsystem Ackermann-Clino clino-phon/com 21

Dieses System wurde zwischenzeitlich ersetzt durch das System Clino Systevo. Bitte wählen Sie links im Menü Ihren Favoriten.

Allgemeines

Das Patienten Rufsystem clino-phon bzw. clino-com 21 ist ein multifunktionales Kommunikationssystem der neusten Generation. Während das System clino-phon 21 neben der „reinen“ Lichtruffunktion zusätzlich die Funktionen diskrete Sprache, Licht, Radio- und TV-Steuerung bietet, ermöglicht clino-com 21 darüber hinaus die Funktionen Patiententelephonie und Abrechnung über die einheitliche glas- bzw. kunststofffaserbasierende Infrastruktur. Dabei entspricht das System 21 zu 100 % der DIN VDE 0834 Teil 1 und Teil 2: 2000- 04. Der Einsatzbereich des Systems 21 reicht von Alten- und Pflegeheimen über Rehabilitationszentren bis hin zu Krankenhäusern und Kliniken, die durch die Multifunktionalität des Systems ein kosteneffizientes Kommunikationssystem erhalten. Das System clino-phon 21 kann nachträglich auf clino-com 21 aufgerüstet werden.

Funktion

Das System 21 ist ein opto-akustisches Patienten Rufsystem, das mit Hilfe der Sprachkommunikation die direkte Rückfrage beim rufenden Patienten bzw. der rufenden Pflegekraft erlaubt. Somit können Wegezeiten minimiert und im Notfall zusätzliche Hilfe gezielt herbeigerufen werden. Zusätzlich helfen Anzeigen an Zimmersignalleuchten und Zimmerterminals aber auch Informationsdisplays, Displaymodulen und bei entsprechender Ausstattung per SMS auf DECT-Systeme die Pflegekraft über Patientenrufe, Notrufe und Arztrufe zu informieren und auch mobil abzufragen. Das System erlaubt neben raumweisem Sprechen auch bettenweises freies und diskretes Sprechen. Dazu befinden sich Mikrofone und Lautsprecher an den Zimmerterminals, den Bettenelektroniken und den Patientenhandgeräten.

Das System clino-com 21 bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Patiententelephonie über ein multifunktionales Patiententerminal, das zusätzlich die Abrechnung über eine aufladbare Patientenkarte erlaubt. Die Patientenkarte kann darüber hinaus auch für weitere Systeme wie TV-, Internet- und Kassenabrechnung genutzt werden.

Systemkonzept

Das Konzept vom System 21 basiert auf einem strukturierten, hierarchischen 3 Ebenenmodell, wobei alle 3 Ebenen über eine ausfalltolerante Ringbusstruktur verfügen. Die Gruppenebene (Stationsebene) besteht aus dem sog. Backbone, der die Kommunikationsplattform für die DMP´s (Daten-Management-Prozessoren) bildet. Diese Ebene ermöglicht die stationsübergreifende Übertragung von Rufen bzw. Rufabfragen im System. Die nächste Ebene ist der Stationsbus. Diese Ebene dient der Kommunikation innerhalb der Stationen. Die Komponenten auf dem Stationsbus bilden dann den Übergang zum Bettenbus, der die Rufelemente und Anschlusskomponenten in den Zimmern versorgt.

Backbone

Der Backbone verbindet bis zu 20 DMP´s. Die DMP´s können jeweils bis zu 2 Stationsbuscontroller aufnehmen, die wiederum jeweils 2 Stationen versorgen. Somit können mit dem System 21 bis zu 80 Stationen versorgt werden. In einem System 21 lassen sich bis zu 254 logische Gruppen (Untergruppen) konfigurieren. Der Backbone bietet neben der Bandbreite für die Übertragung von Rufenmeldungen und diskretem Sprechen auch die Möglichkeit gleichzeitig bis zu 16 Audiokanäle und bis zu 120 Telefongespräche parallel im System zu zu verteilen. Die Audiokanäle sowie die Telefonkanäle werden über einen speziellen DMP in das System eingespeist. Der Backbone benötigt zur Bereitstellung dieser Bandbreite eine Glasfaserverkabelung auf Basis von im Markt verfügbaren Multimodefasern 50/125 bzw. 62,5/125.

Daten-Manager-Prozessor

Der DMP überwacht und synchronisiert als zentrale Steuereinheit den gesamten Bus und stellt gleichzeitig eine übergeordnete Verbindung zu weiteren DMP´s dar. DMP´s bilden weiterhin die Schnittstelle zum Audiosystem, zur TK-Anlage (S2M oder S0) sowie zum Lichtrufserver, Abrechnungsserver und Kassenautomaten. Je Station eines DMP stehen vier Sprachkanäle zur Verfügung. Die DMP´s können je nach Anforderung wahlweise zentral oder dezentral installiert werden.

Stationsbus

Der Stationsbus verbindet die Anzeige- und Steuereinheiten der Patientenzimmer, Dienstzimmer sowie weiterer überwachter Räume und Flure. Die Zimmer - Steuereinheit im System 21 ist je nach Anwendung ein Elektronikmodul bei Zimmern ohne Sprache oder ein Zimmerterminal bei Zimmern mit Sprache. Hier findet der Übergang zu den Rufelementen in den Zimmern statt. Auf dem Stationsbus werden ebenfalls die Informationsdisplays betrieben. Insgesamt können auf dem Stationsbus bis zu 74 Elektronikmodule bzw. Zimmerterminals, jedoch max. 254 adressierbare Module wie z.B. Zimmerterminals, Elektronikmodule, Displaymodule und Bettenmodule versorgt werden. Jeder Busteilnehmer ist adressierbar und kann daher einzeln Identifiziert werden. Der Stationsbus erfordert ein Systemkabel mit 2 Kunststofffasern.

Zimmerterminal, Dienstzimmerinterface und Elektronikmodul

Das Zimmerterminal bzw. das Elektronikmodul bei Räumen ohne Sprechfunktion, übernimmt die gesamte Steuerung aller Ruffunktionen eines Zimmers. Hierzu gehört die Rufidentifikation sowie die Rufmeldung aber auch die Anwesenheitsfunktion mit Rufnachsendung für den Pflegedienst. Für eine effiziente Pflegeorganisation erlauben Zimmerterminals die Sprachkommunikation mit Patienten oder Bewohnern sowie Pflegekräften untereinander. Abgefragte Rufe sind über Funktionstasten quittierbar, wobei Rufe im Gegensatz zu Not- und Alarmrufen auch fernabgestellt werden können. Des weiteren beinhaltet das Zimmerterminal bzw. das Elektronikmodul alle Klemmstellen für die Zimmerverdrahtung. Hierzu gehören die Bedienelemente am Bett, in der Nasszelle sowie beim Zimmerterminal auch die Zimmersignalleuchte. Diese ist bei einem Elektronikmodul bereits integriert. Für die Steuerung der Organisationsabläufe werden die Dienstzimmer mit einer Konzentrierten Stationsabfrage ausgestattet. Diese werden über ein Dienstzimmerinterface in das System 21 - Netzwerk eingebunden.

Raumbus

Der Raumbus verbindet die Elemente in den Zimmern wie z.B. Bettenmodul inkl. Patiententerminal und Bettenelektronik inkl. Patientenhandgerät. Die Anzahl der Module auf dem Raumbus ist auf 4 begrenzt. Der Raumbus bietet durch die Adressierung der Rufmodule die Einzelidentifikation der Rufe bis auf Bettenebene. Bei den Elektronikmodulen werden die Rufelemente als ruhestromüberwachte Ruftaster, Abstelltaster sowie Ruf-/Abstelltaster angeschlossen.

Elemente in den Zimmern

In den Räumen können verschiedene Bedieneinheiten installiert sein, wie z. B. Rufmodule, Ruftaster, Birntaster, Zugtaster für die Rufauslösung sowie Abstelltaster für die Rufabstellung. Für das System clino-phon 21 mit diskreter Sprache ist je Bett eine Bettenelektronik mit Patientenhandgerät erforderlich. Das Patientenhandgerät ermöglicht zudem die Steuerung von Licht sowie das Ein-, Aus- und Umschalten von Radio- und TV-Kanälen. Für Systeme clino-com 21 wird das Bettenmodul mit dem passenden Patiententerminal eingesetzt. Ein selbstlösender Stecker an Birn- und Mehrfachtaster sowie am Patientenhandgerät bzw. Patiententerminal verhindert das Abreißen von Gerätekabeln. Die im Patienten-Rufsystem enthaltenen Informationen können über Zimmerterminals angezeigt werden. Anstehende Rufe werden entsprechend ihrer Dringlichkeit im Klartext angezeigt. Stehen keine Rufe an so werden Anwesenheiten oder Uhrzeit angezeigt.

Systemschnittstellen

An das System 21 lässt sich über den Lichtrufserver die Personensuchanlage clino-call bzw. clino-call DECT anschließen. Diese leitet anstehende Rufe aus dem Patienten-Rufsystem mit der Rufartkennung sowie der Zimmer- und eventuellen Bettenkennung an das mit Taschenempfängern bzw. DECT-Endgeräten ausgerüstete Pflegepersonal weiter. Zusätzlich können über Schnittstelleneinheiten hausinterne Meldungen, wie z. B. Brandmeldungen oder technische Alarme, aufgeschaltet werden. Die Anbindung an eine Instabus EIB (European Instabus) Systeminstallation ist möglich. Die vorhandenen Schnittstellen bieten die Möglichkeit, weitere Fremdsysteme zu integrieren. Über die PC-Systemschnittstelle kann ein PC für die Rufprotokollierung oder ein PC mit grafischer Bedienoberfläche angeschlossen werden.

Systemsicherheit

Bei Netzausfall erfolgt eine Rufspeicherung für etwa 24 Stunden. Bei erneutem Einschalten des Netzes werden Anwesenheiten und Rufe, die vor dem Netzausfall gesetzt waren, angezeigt. Bei einem Ausfall der Gruppenzentrale arbeitet die Anlage weiterhin in einer Notfunktion, welche die Funktionen Normal- und Notruf, Abstellen, Anwesenheitsmarkierung und Rufnachsendung bei markierter Anwesenheit sowie die optische Anzeige der Zimmersignalleuchte beinhaltet. Die Gruppenzentrale überwacht alle aktiven Einheiten und meldet anstehende Störungen als Sammelmeldung, bzw. als Individualmeldung in den Displayanzeigen.

Die Lampenausgänge der Elektronikmodule sind kurzschlussfest. Alle Elektronikmodule sind mit einer „selbstheilenden“ Sicherung ausgestattet. Hierdurch werden nicht nur das Elektronikmodul, sondern auch die Einheiten im Zimmer geschützt. Die elektrische Sicherheit und EMV-Anforderung aller Systemkomponenten ist gemäß der CE-Kennzeichnung erfüllt. Die im Katalog angegebenen IP-Schutzklassen beziehen sich auf das komplett montierte Gerät inklusive Abdeckplatte und Rahmen.

Wartung und Service

Die Konfiguration der Anlage erfolgt in der Regel über den Lichtruf-Server. Eine Gruppenzentrale kann ohne Probleme getauscht werden. Sie greift auf die in den Netzwerkteilnehmern abgelegten Daten zu und konfiguriert sich selbst bzw. erhält die Konfigurationsdaten vom Lichtruf-Server. Die Zimmerterminals können beliebig ausgetauscht werden, ohne den Systembetrieb zu unterbrechen und sind bei einheitlicher Ausstattung im ganzen System einsetzbar bzw. austauschbar.


Technische Daten:

  • Spannungsversorgung: GND, +24V (+/- 10%)
  • Stromaufnahme: Bei der Bestimmung der Stromaufnahme wird von einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,2 ausgegangen, d.h. 20% der maximalen Stromaufnahme (z.B. Normalruf) und 80% min. Stromaufnahme (Ruhezustand)
  • max. Abstand zwischen 2 Gruppenzentralen: 1000 m (50/125µ)
  • max. Anzahl Daten-Management-Prozessor (Backbone): 20
  • max. Anzahl Gruppe (je Gruppenzentrale): 254
  • max. Abstand zwischen 2 Teilnehmern Stationsbus: 50 m
  • max. Anzahl Teilnehmer Stationsbus: 74
  • max. Anzahl Dienstzimmer (je Gruppe): 1
  • max. Abstand zwischen 2 Teilnehmern Raumbus: 200 m (verdrilltes Adernpaar ø 0,6 mm)
  • max. Anzahl Module Raumbus: 8
  • max. Anzahl Radiokanäle (Stationsbus / Backbone): 16
  • max. Anzahl Sprachkanäle Lichtruf / Telephonie (Stationsbus): 8 /32
  • max. Anzahl Sprachkanäle Lichtruf / Telephonie (Backbone): 16 / 120
  • max. Anzahl Sprachkanäle Lichtruf / Telephonie / Audio (Raumbus): 4 insgesamt
  • max. Anzahl ISDN B-Kanäle (Raumbus): 4 insgesamt

Ackermann Clino - Lichtrufsystem clino-phon /com 21

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