IGS-Industrielle Gefahrenmeldesysteme GmbH

Technology for life safety and security

Feststellanlagen - Normen und Komponenten

Normen und Richtlinien

Bei der Errichtung und Unterhaltung von Brandmeldeanlagen sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Von den allgemein anerkannten Regeln der Technik darf abgewichen werden, soweit die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet ist. Soweit Anlagen auf Grund von Regelungen der Europäischen Gemeinschaft dem in der Gemeinschaft gegebenen Stand der Sicherheitstechnik entsprechen müssen, ist dieser maßgebend. In Deutschland wird die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik oder des in der Europäischen Gemeinschaft gegebenen Standes der Sicherheitstechnik vermutet, wenn die technischen Regeln des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) beachtet worden sind. Die Einhaltung des in der Europäischen Gemeinschaft gegebenen Standes der Sicherheitstechnik wird ebenfalls vermutet, wenn technische Regeln einer vergleichbaren Stelle in der Europäischen Gemeinschaft beachtet worden sind, die entsprechend der Richtlinie 73/23 EWG des Rates vom 19. Februar 1973 -Niederspannungsrichtlinie- (ABL. EG Nr. L 77 S. 29) Anerkennung gefunden haben.

Dies sind zum Beispiel:

  • DIN VDE 0100 Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1.000 Volt.
  • DIN VDE 0105 Betrieb von Starkstromanlagen.
  • DIN VDE 0108 Errichten und Betreiben von Starkstromanlagen in baulichen Anlagen für Menschenansammlungen.
  • DIN VDE 0185-103 Schutz gegen elektromagnetischen Blitzimpuls.
  • DIN VDE 0701 Instandsetzung, Änderung und Prüfung elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke.
  • DIN VDE 0800 Fernmeldetechnik.
  • DIN VDE 0815 Installationskabel und -leitungen für Fernmelde- und Informationsverarbeitungsanlagen.
  • DIN VDE 0833 Gefahrenmeldeanlagen.
  • DIN 14675 Brandmeldeanlagen.
  • DIN VDE 0845 Schutz von Fernmeldeanlagen gegen Blitzeinwirkungen, statische Aufladungen und Überspannungen aus Starkstromanlagen.

Diese Regeln der Technik müssen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft, die technischen Regeln des VDE speziell in Deutschland, beachtet werden. In anderen Ländern (z.B.: USA: NFPA und UL – Anforderungen) ist die Beachtung länderspezifischer Normen, Richtlinien und Gesetze erforderlich. Darüber hinaus finden, für Deutschland, die Richtlinien der VdS Schadenverhütung GmbH Anwendung.

Dies sind zum Beispiel:

  • VdS 2046 Sicherheitsvorschriften für Starkstromanlagen bis 1.000 Volt.
  • VdS 2015 Elektrische Geräte und Anlagen Richtlinien zur Schadenverhütung.
  • VdS 2095 Planung und Einbau von Brandmeldeanlagen.
  • Ergänzung zu den VdS 2095 Flammenmelder, Multifunktionale Primärleitung, Hochregallager.
  • VdS 2098 Planung und Einbau von Rauch- u. Wärmeabzugsanlagen.

Anwendungsbereich

Diese Richtlinien beschreiben Anwendung und Montage von Feststellanlagen für bewegliche Raumabschlüsse, die die Eigenschaft "selbstschließend" aufweisen müssen. Feststellanlagen, die gemäß diesen Richtlinien angewendet und montiert werden, gewährleisten bei angemessenem Wartungsaufwand die Eigenschaft "selbstschließend" von Raumabschlüssen im Brandfall. Feststellanlagen sind geeignet für bewegliche Raumabschlüsse, wie Feuerschutzabschlüsse, Rauchschutztüren, und andere Abschlüsse die selbstschließend sein müssen.

DIBt-Richtlinien

  • Teil 1 Richtlinien für Feststellanlagen (Fassung Oktober 1988) Anwendungsbereich Begriffe und Montage
  • Teil 1 Richtlinien für Feststellanlagen (Fassung Oktober 1988) Bauartprüfung und Überwachung

Voraussetzungen

  • FSA bedürfen der bauaufsichtlichen Zulassung.
  • Der Schließbereich muss ständig freigehalten werden (ggf. Fußbodenmarkierung Bodenbeschriftung)
  • Nach den örtlichen und betrieblichen Gegebenheiten können Rauchmelder und/oder Wärmemelder in FSA verwendet werden.
  • Rauchmelder sollen eingesetzt werden, wenn bei der voraussichtlichen Brandentwicklung mit Rauch zu rechnen ist; dabei optische Rauchmelder bei Schwelbränden oder Ionisations-Rauchmelder bei offenen Bränden (z. B. brennbare Flüssigkeiten).
  • Wärmemelder werden eingesetzt, wenn bei Rauchmeldern aus betrieblichen Gründen die Gefahr zu Falschalarmen besteht.
  • Bei FSA in Rettungswegen müssen Rauchmelder eingesetzt werden.

Abnahmeprüfung

Nach dem betriebsfertigen Einbau einer Feststellanlage:

  • ist deren einwandfreie Funktion und vorschriftsmäßige Installation durch eine Abnahmeprüfung festzustellen
  • Der Hersteller weist auf die Abnahmeprüfung hin
  • Der Betreiber veranlasst die Abnahmeprüfung

Die Abnahmeprüfung darf nur durchgeführt werden von:

  • Fachkräften des Herstellers
  • Durch den Hersteller autorisierte Fachkräfte (Errichterbetrieben)
  • Fachkräften einer benannten Prüfstelle (z.B. der VdS Schadenverhütung GmbH, Köln)

Beispiel 1: FSA-Koppler als Stand-Alone-Lösung mit zwei Brandmeldern im Standard-Betrieb mit IQ8-Quad-Meldern ohne Leitungstrenner

FSA-Koppler als Stand-Alone-Lösung mit zwei Brandmeldern im Standard-Betrieb mit IQ8-Quad-Meldern ohne Leitungstrenner

Beispiel 2: Vorbeugender Brandschutz mit mehreren Schutzzielen und einem FSA-Koppler auf dem Esserbus

Vorbeugender Brandschutz mit mehreren Schutzzielen und einem FSA-Koppler auf dem Esserbus


Buskoppler für Feststellanlagen

Buskoppler für FSA-Anwendungen

Der Koppler lässt sich für unterschiedliche Anwendungsfälle einsetzen: im Stand-alone-Betrieb oder auf dem esserbus ® . Im esserbus ®-Betrieb können die automatischen Brandmelder der Familie IQ8Quad als Melder in Feststellanlagen (FSA) eingesetzt werden. Im Ringbusbetrieb des FSA-Kopplers werden die Zustände der Feststellanlage an der Brandmelderzentrale angezeigt. Für den Stand-alone-Betrieb werden die Melder der Familie IQ8Quad ohne Leitungstrenner (Typen siehe Leistungsmerkmale) unterstützt. Pro Meldergruppeneingang können bis zu maximal 31 IQ8Quad Melder ohne Trenner je nach Objektbedingungen angebunden werden. Der Koppler benötigt zum Betrieb eine externe Spannungsversorgung. Es besteht die Möglichkeit, diese zu überwachen.

Produktmerkmale:

  • Anbindung von IQ8Quad O-Melder (Art.-Nr. 802371), TD-Melder (Art.-Nr. 802271), OT-Melder (Art.-Nr. 802373) und O²T-Melder (Art.-Nr. 802374) DIBt-zugelassen als FSA-Melder möglich
  • FSA-Melder als Teilnehmer im Ringbus programmierbar
  • Zustandsanzeige der Feststellanlage an der Brandmelderzentrale
  • Auslösung der Feststellvorrichtung auch durch die automatischen Brandmelder im Nicht-FSA-Betrieb
  • Stand-alone-Betrieb des FSA-Kopplers möglich
  • Einsatz von IQ8Quad O-Melder (Art.-Nr. 803371), TD-Melder (Art.-Nr. 803271) und O²T-Melder (Art.-Nr. 803374) im Stand-alone-Betrieb des FSA-Kopplers an der Standardmeldergruppe möglich

Technische Daten:

  • Betriebsspannung 10 ... 28 V DC
  • Ruhestrom @ 12 V DC ca. 6 mA (aus UB ext)
  • Stromaufnahme max. 28 mA (aus UB ext)
  • Kontaktbelastung Relais max. 30 V DC/1 A oder 48 V DC/0,5 A
  • Umgebungstemperatur -5 °C ... 50 °C
  • Lagertemperatur -25 °C ... 75 °C
  • Rel. Luftfeuchte < 95 % (nicht kondensierend)
  • Schutzart IP 40 (im Gehäuse)
  • Gewicht ca. 70 g
  • Abmessungen B: 72 mm H: 65 mm T: 20 mm (Platine)
  • Leistungserklärung DoP-20614130701

Netzgerät für Feststellanlagen in 12V und 24V-Ausführungen

Netzgerät für RAS 2103 (12V/3A)

Technische Daten:

  • Nennspannung 230 V AC/115 V AC
  • Nennfrequenz 50 ... 60 Hz
  • Ausgangsspannung 12 VDC oder 24VDC
  • Ausgangsstrom max. 3A bei 12V, 1,5A bei 24V
  • Umgebungstemperatur -10 °C ... 40 °C
  • Lagertemperatur -20 °C ... 85 °C
  • Rel. Luftfeuchte 0 ... 95 % (nicht kondensierend)
  • Schutzart IP 20
  • Gehäuse ABS
  • Farbe weiß, ähnlich RAL 9010
  • Gewicht ca. 800 g
  • Abmessungen B: 195 mm H: 140 mm T: 70 mm

Auslösetaster für Feststellanlage in aP-Ausführung

Auslösetaster für Feststellanlage in aP-Ausführung

Auslösetaster in auf Putz-Ausführung zur manuellen Auslösung von Feststellvorrichtungen mit Doppel-Wipptaster-Einsatz.

Technische Daten: Ausführung 1 Öffner, 1 Schließer, 1-polig (10 A/AC 250V), Farbe Gehäuse lichtgrau, Schutzart IP44.


Auslösetaster für Feststellanlage in uP-Ausführung

Auslösetaster für Feststellanlage in uP-Ausführung

Auslösetaster in Unterputz-Ausführung zur manuellen Auslösung von Feststellvorrichtungen mit Doppel-Wipptaster-Einsatz.

Technische Daten: Ausführung 1 Öffner, 1 Schließer, 1-polig (10 A/ AC 250V), Farbe Gehäuse polarweiß, Schutzart IP44.


Türhaftmagnet mit Ankerplatte

Türhaftmagnet mit Ankerplatte

Für Feuerschutztüren oder -tore, mit flexibler Ankerplatte, aP-Ausführung.


Türhaftmagnet (Schwenkbarer Kopf)

Türhaftmagnet (Schwenkbarer Kopf)

Für Feuerschutztüren oder -tore, mit Abstandsrohr (max. 175 mm), Unterbrechertaster, Verpolungsschutz und integrierter Auslösetaste. Montage: Wand-, Decken- und Bodenmontage (für Wandmontage umstellbar).


Türhaftmagnet zur Bodenmontage

Türhaftmagnet zur Bodenmontage

Für Feuerschutztüren, mit Unterbrecherdrucktaster, wahlweise rechts oder links.


Türschließer mit Feststellung und Schließfolgeregler in verschiedenen Größen

Türschließer mit Feststellung und Schließfolgeregler in verschiedenen Größen

Gleitschiene mit integrierter mechanischer Schließfolgereglung über ein von der Schließhydraulik unabhängiges Schubstangen-Klemmsystem mit Überlastsicherung und durchgehender Verkleidung. Mit integrierter, elektromechanischer Feststellung in beiden Türflügeln. Feststellpunkt (80° bis 130°) und Ausrückkraft stufenlos einstellbar.


Mehr Informationen finden Sie hier:

Begriffserklärungen zum Thema Feststellanlagen

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