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Freigeländeüberwachung - Infrarot-Lichtschrankentürme:

Infrarot-Lichtschranke IRS 509 Die elegante Lösung nicht nur für Freigeländeüberwachungen: 

Lichtschranken sind aktive optische Geräte, bestehend aus einem Sender und einem Empfänger. Der Empfänger überwacht das vom Sender im unsichtbaren IR- Bereich abgestrahlte Licht und löst bei Strahlunterbrechung eine Alarmmeldung aus. Damit eine Lichtschranke fehlerfrei arbeitet, müssen alle störenden Lichtwellenlängen im Empfänger ausgefiltert werden. Das geschieht unter anderem durch den Einsatz von Tageslichtsperrfiltern sowie der Abstimmung der IR-Elemente auf eine Wellenlänge, bei der Fremdlichtstörungen, z.B. der Sonne, niedrig sind. Eine weitere Möglichkeit ist die Aussendung von Lichtimpulsen, deren Impulsdauer und Amplitude überprüft wird. Aus der Dauer verschiedener Impulse lassen sich fremde IR-Quellen erkennen. Die Amplitudenmessung hingegen dient zur Aktivierung einer Störungsmeldung bei Verschlechterung der IR-Übertragungsbedingungen von Außenanwendungen, der Disqualifikation. Die Disqualifikation verhindert einen Fehlalarm bei langsamer Signalverkleinerung und nachfolgender Strahlunterbrechung, z.B. durch Nebel oder starken Regen. Die Ursache für die Verkleinerung der Signalamplitude sind winzige Wassertropfen (Kondensat), die durch ihre optischen Eigenschaften den IR-Strahl so stark streuen, dass nur noch ungenügend Licht am Empfänger ankommt. Werden mehrere Sender / Empfänger in einer Profilsäule betrieben (Mehrkanalbetrieb), spricht man von einem Lichtvorhang. Dabei können benachbarte Empfänger durch kegelförmige Strahlausbreitung von zwei oder mehreren Sendern belichtet werden. Durch Verwendung eines Multiplexverfahrens und Synchronisation wird die Mehrfachbelichtung ausgeschlossen.


Beispiel einer Flächenabsicherung
Beispiel einer Flächenüberwachung


Beispiel einer längeren Überwachungsstrecke
Beispiel einer längeren Überwachungsstrecke


Funktionsbeschreibung:

Die einstrahlige aktive Infrarotlichtschranke IRS-509-VdS besteht aus einem Sender (Infraredtransmitter IRT-509-VdS) und einem Empfänger (Infraredreceiver IRR-509-VdS). Die Geräte sind für Ein- und Mehrkanalbetrieb ausgelegt. Der Sender strahlt modulierte Infrarotsignale zum Empfänger. Unterbrechungen des IR-Strahls werden vom Empfänger erkannt und gemeldet (Alarm). Die Unterbrechungsdauer, die zu einem Alarm führt, ist einstellbar. Im Mehrkanalbetrieb verwendet das System ein autonomes Synchronisationsverfahren, das gegenüber anderen Verfahren eine wesentlich höhere Sicherheit bietet. Bei Störungen des synchronisierenden Senders kann jeder ungestörte Sender die Synchronisation unterbrechungsfrei übernehmen. Eine Verkabelung zwischen Sender und Empfänger ist nicht erforderlich! Sender und Empfänger können zudem von zwei verschiedenen Stromquellen versorgt werden. Eine erhöhte Sicherheit gegen Sabotage und andere IR-Fremdsignale wird durch Signalformüberwachung mit AGC und DTC erreicht.

Eine Sabotage mit einem Sender gleicher Bauart führt zur Technischen Meldung und zum Blockieren des Relais. Durch einen autorisierten Geh-Test mit Alarmauslösung wird das Relais zurückgesetzt und der Alarmspeicher zum Löschen freigegeben.

Die automatische Verstärkungsregelung (AGC) dient der Anpassung sich unterscheidender Signalamplituden, die digitale Schwellenverschiebung (DTC) reguliert die Signalbreiten während der Digitalisierung. Bei kurzen Entfernungen kann es trotz sehr großen Regelbereichs der AGC im Mehrkanalbetrieb zu Übersteuerung des Empfängers kommen. Deshalb muss die optische Ausgangsleistung des Senders bei kurzen Entfernungen reduziert werden. Gegenüber elektromagnetischen Störungen besitzt die Lichtschranke IRS-509-VdS eine sehr hohe Immunität. Integrierte Schutzbauelemente und ein mehrschichtiger EMV-gerechter Aufbau garantieren eine sichere Funktion und verhindern Fehlalarme auch bei starken Störungen.

Nachfolgende Funktionen sind in der Lichtschranke IRS-509-VdS integriert:
 
  • Erkennung von Sabotageversuchen mit Fremdsendern (auch gleicher Bauart)
  • Meldung von Störungen, die die IR-Übertragung beeinträchtigen
  • Meldung von Störungen der Mikrokontroller
  • Erstalarmspeicher
  • Geh-Test (Funktionstest), Rücksetzen nach einer Sabotage
  • Scharf- / Unscharfschaltung
  • Unterspannungsmeldung (<9 V)
  • feste Alarmansprechzeit von 25 ms
  • Alarmansprechzeit bei Außenanlage einstellbar von 25 ms bis 500 ms (IRS-509-O)


Vierkantprofil-Mast, schwarz, zum Einbetonieren
 Vierkantprofil-Mast, schwarz, zum Einbetonieren


Vierkantprofil-Mast, schwarz, mit Platte
Vierkantprofil-Mast, schwarz, mit Platte


Einsatzbereiche:

Die Lichtschranke ist für Überwachungsanlagen konzipiert. Wegen ihrer schmalen Abmessungen (BxT) 40x40mm eignet sie sich für einen unauffälligen und platzsparenden Aufbau. Sonnenlichtunempfindlichkeit, ein verschleißfreies Relais und bereits aufgeführte Funktionen erschließen folgende Sicherungsbereiche:
 
Zaunanlagen:
  • gegen Überstieg, Durchstieg oder Fallenüberwachung
Tore, Schranken:
  • Sicherung bei Durchfahrt / -gang, Gegenstandsdetektion
  • Ereigniszählungen
  • Höhenüberwachung
Glasflächen:
  • Fensterfronten innen, Schaufenster
  • Kellerfenster, Dachluken, Oberlichter
  • Licht- oder Luftschächte
  • Wintergärten, Gewächshäuser, Balkone
sonstige:
  • Flure, Detektion von offenen oder geschlossenen Türen
  • Roll-/ Fahrtreppen, Treppenhäuser, schmale Spalten
  • Fahrstühle, Regallager, Kirchen, Museen


Justagegerät mit Stroboskop und Adapterkabel
Justagegerät mit Stroboskop und Adapterkabel
 


Alarm / Zustandsmeldungen:


Alarm und Zustandsmeldungen der Lichtschranke IRS-509-VdS sind in nachfolgender Tabelle zusammengefasst. Während einer Meldung sind die LEDs je nach angewählter Funktion des Arbeitsmodus ein- oder ausgeschaltet.

Die Disqualifikationsmeldung bei der Lichtschranke IRS-509-O wird bei Unterschreitung der Empfangsamplitudenschwelle vom Empfänger eingeschaltet. Diese Schaltung verhindert einen Fehlalarm für die Dauer der IR-Strahlunterbrechung durch Nebel, Regen oder Schneefall. Die Alarmausgabe wird verhindert (disqualifiziert). Die Zeit bis zum Ansprechen der Disqualifikation ist über ein Potentiometer einstellbar. In Gebieten mit hoher Nebelwahrscheinlichkeit empfehlen wir eine kurze Zeit (3..10s) einzustellen, bei Montage an Gebäuden genügt eine Zeitkonstante von 50...60s, sonst ca. 30s. Ein Sabotageversuch mit einem Sender der gleichen Bauart führt bei der IRS-509-VdS im „unscharfen Zustand“ zum Setzen des Speichers und zum Dauerabfall des Relais. In diesem Fall erfolgt die Rücksetzung erst nach der Durchführung eines autorisierten Gehtests mit Alarmauslösung. Im „scharfen Zustand“ wird der Speicher und die Technische Meldung gesetzt.
 
Meldung Besonderheit, Schaltzustand am Empfänger
 
Alarm
  • verschleißfreies Relais öffnet bei Alarm
  • rote ALARM-LED wird eingeschaltet
  • Dauer der Meldung mindestens 1,5 s
Sabotage-Alarm
  • Niederstromkontakt (IP 67) öffnet bei anheben der Scheibe (analog am Sender)
Speicher
  • Offener Kollektor, Low bei Speicherung eines Alarms
  • rote LED wird eingeschaltet/grün IRR-509-O
Technische Meldung
  • Offener Kollektor, Low (Datenprotokoll) bei der Meldung von:
    • Unterspannung (<9V)
    • Störung der IR-Übertragung
    • Sabotageversuch mit IR (Infrarot)-Strahl
    • Störungen des Prozessors
    • Disqualifikation (nur IRR-509-O)
  • gelbe LED wird eingeschaltet


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