Lichtrufsystem clino-opt 99:
Dieses System wurde mit
Erscheinen des Kataloges "Ackermann clino Systeme", Stand Juli
2009, ersetzt durch den Nachfolger, das System
clino-99plus.
Aufgrund der Vielzahl der installierten Systeme belassen wir diese
Seiten und Dokumente jedoch zunächst weiterhin zu Ihrer Information auf
unserem Server.
Systemaufbau
Bei dem Patienten-Rufsystem clino opt 99 handelt es sich um ein mit
aktiven Netzwerkteilnehmern aufgebautes Lichtrufsystem mit interaktivem
Datenaustausch, das auf einer Multibus-Architektur basiert. Diese
Eigenschaft sowie die Vorteile eines modularen Systemaufbaus
ermöglichen eine einfache und schnelle Installation der einzelnen
Systemkomponenten. Die Gruppenzentralen übernehmen hierbei die
Steuerung der Daten- Kommunikation zwischen den einzelnen aktiven
Modulen auf dem Gruppen-, Zimmer- und Betten-Bus. Sie bearbeiten
eingehende Meldungen und verteilen die Ruf- und
Anwesenheits-Informationen sowie ergänzende Systemdaten (z.B.
Störungen) an die entsprechend adressierten Module. Es können Systeme
mit bis zu 16 Gruppenzentralen aufgebaut werden, die über den
Gruppen-Bus zu verbinden sind. Zudem werden die Datenschnittstellen an
diesen Bus angekoppelt, so dass eine maximale Anzahl von 32 Teilnehmern
erreicht werden kann. Jede Gruppenzentrale unterstützt hierbei die
Bearbeitung von 3 logischen Untergruppen. Somit ist in einem Haus die
Installation von bis zu 48 Stationen möglich. Maximal 127
Netzwerkteilnehmer können über den Zimmer-Bus mit einer
Gruppenzentrale verbunden werden. Hierzu zählen Elektronikmodule,
Schnittstelleneinheiten oder auch Richtungsleuchten. Ingesamt können
von einer Gruppenzentrale bis zu 255 Netzwerkteilnehmer bearbeitet
werden; ergänzend zu den Einheiten am Zimmer- Bus werden hierzu die
aktiven Einheiten, die an dem Betten-Bus der Elektronikmodule
angeschlossen sind, gezählt. Dies sind Display-, Sprech-,
Dienstselektions- oder Rufmodule sowie Konzentrierte Stationsabfragen
und Wandelektroniken. Jedem Netzwerkteilnehmer wird eine eindeutige
Netzwerkadresse zugewiesen; zudem erhalten Elektronik- und Rufmodule,
Wandelektroniken sowie Schnittstelleneinheiten eine eindeutige 8stellige
Kennung. Die Datenleitungen im Gruppen-, Zimmer-, und Betten-Bus müssen
als "Busleitung" verlegt werden. Die Bus-Verdrahtung
unterscheidet sich von der herkömmlichen Verdrahtungstechnik insofern,
dass von einem aktiven Modul jeweils nur ein hin- und abgehendes
Leitungspaar verwendet werden darf. Grundsätzlich ist bei der
Verdrahtung auf die Polung des jeweiligen Adernpaars zu achten, wobei
für eine korrekte Funktion ein Bus an den beiden Enden definiert
abgeschlossen werden muss (nur Gruppen- und Zimmer-Bus). Für die
Leitungsführung der Stromversorgung ist in Abhängigkeit der
Leitungslänge sowie der Anzahl der verwendeten Komponenten ein
entsprechender Leitungsquerschnitt vorzusehen.
Kurzbeschreibung der Komponenten
Die Gruppenzentrale überwacht und synchronisiert als zentrale
Steuereinheit den gesamten Datenverkehr und stellt gleichzeitig eine
übergeordnete Verbindung zu weiteren Gruppenzentralen dar. Mit der
Gruppenzentrale werden die Blinktakte der Zimmer- und
Gruppensignalleuchten sowie die akustische Rufmeldung gesteuert. Dabei
werden Arzt-, Not-, Normal-, Warte- und Telefonrufe unterschiedlich
dargestellt. In einem Elektronikmodul (Zimmer und Dienstzimmer) befindet
sich die gesamte, für die Rufidentifikation erforderliche,
Steuerelektronik. Es wird zudem als Verteiler für die Zimmerverdrahtung
verwendet. Elektronikmodule mit integrierter Zimmersignalleuchte sind im
ganzen System einsetzbar. Alle Konfigurationsdaten sind in einem
integrierten EEPROM abgelegt und bleiben somit auch beim
Spannungsausfall erhalten. Für Dienstzimmer und Zimmer mit Betten-Bus
werden spezielle Elektronikmodule mit einem zusätzlichen Speicher
eingesetzt. In diesem Speicher werden Konfigurationsdaten der aktive
Einheiten abgelegt. Im Dienstzimmer werden zudem Informationen von
konfigurierten Diensten verwaltet. Das Speichermodul wird mit dem
entsprechenden Anschlussträger geliefert und auf der Leiterplatte des
Elektronikmoduls eingesteckt. In den Räumen können verschiedene
Bedienelemente installiert werden. Die Auswahl der jeweiligen Einheiten
wird in Abhängigkeit der geforderten Funktionalitäten getroffen. Zu
den passiven Einheiten im Bettenbereich eines Zimmers zählen
Komponenten wie Ruftaster (auch mit Steckkontakt) sowie mobile Einheiten
wie der Birn- und Mehrfachtaster. Für den Bad/WC-Bereich sind Zugtaster
oder pneumatische Ruftaster vorgesehen. Im Eingangsbereich eines Zimmers
werden in diesem Fall Abstelltaster oder Ruf-/ Abstelltaster verwendet.
In Zimmern mit "gehobener" Ausstattung werden in
Patientenzimmern aktive Einheiten wie Display-, Ruf- und Sprechmodule
sowie Wandelektroniken eingesetzt; mit dem Patienten-Handgerät ist z.B.
das Übertragen von Radioprogrammen und eines TV-Tons möglich. Für
Dienstzimmer stehen Komponenten wie das Display-, Dienstselektions- und
Sprechmodul sowie die Konzentrierte Stationsabfrage und die
Dienstzimmereinheit zur Verfügung.
Kopplung
In Krankenhäusern besteht die Anforderung, verschiedene Systeme - z.B.
die Gebäudeleittechnik, Brandmelde- und Heizungsanlagen oder ältere
Patienten-Rufsysteme - systemübergreifend zu verbinden. Dieses
Patienten-Rufsystem bietet hierfür unterschiedliche Typen von
Schnittstellen an, die diese Integration vereinfachen. Über die
PSA-Schnittstelle können Rufinformationen an eine angeschlossene
Personensuchanlage übertragen werden. Auf den Taschenempfängern des
Pflege- und Technikpersonals können somit die unterschiedlichen
Meldungen angezeigt werden. Spezielle Datenschnittstellen zur Anbindung
eines PCs oder Druckers bieten die Möglichkeit der Übermittlung aller
Systemdaten, die im Patienten-Rufsystem clino opt 99 erzeugt werden.
Hiermit ist z.B. eine vereinfachte Analyse von Ruf- und
Anwesenheitsinformationen gewährleistet. Zusätzlich können über
Schnittstelleinheiten hausinterne Meldungen, wie z. B. technische
Alarme, aufgeschaltet werden. Die Anbindung an eine Instabus EIB
(European Instabus) Systeminstallation ist möglich. (Beispiel: s.
Anhang!)
Sicherheit
Bei Netzausfall erfolgt für etwa 24 Stunden eine Speicherung aller Ruf-
und Anwesenheitsinformationen. Beim erneuten Einschalten des Netzes wird
dieser Systemzustand wieder hergestellt. Die Gruppenzentrale überwacht
alle aktiven Einheiten. Störungen werden als Sammelmeldung über einen
Störmeldekontakt angezeigt, wodurch entsprechende Maßnahmen
eingeleitet werden können. Die Lampenausgänge der Elektronikmodule
sind kurzschlussfest. Alle Elektronikmodule sind mit einer
"selbstheilenden" Sicherung ausgestattet, die nicht nur das
Elektronikmodul sondern auch die installierten Einheiten im Zimmer
schützt. Alle Rufeingänge von Elektronikmodulen,
Schnittstelleneinheiten und Rufeinheiten unterstützen die Funktion
"Rufkreisüberwachung". Der Rufkreis sowie ein extern
angeschlossenes Gerät wird hierdurch überwacht (Ruffunktion, Störung,
etc.). Im Falle des Defektes einer Gruppenzentrale arbeitet der
entsprechende Anlagenteil in "Notfunktion" weiter. Zu dieser
Funktionen gehört das Auslösen von Normal- und Notrufen, die
Rufabstellung und Anwesenheitsmarkierung sowie die akustische
Rufnachsendung bei markierter Anwesenheit. Auch die optische Anzeige
über die Zimmer-Signalleuchte bleibt in Funktion.
Systemübersicht
|
Gruppenzentrale clino opt 99
Die Gruppenzentrale bildet die zentrale Steuereinheit des Patienten-
Rufsystems clino opt 99. Sie überwacht und synchronisiert den
gesamten Datenverkehr des Teilnehmernetzwerkes und leitet
übergeordnete Systemdaten an weitere Gruppenzentralen. Bis zu 127
Netzwerkteilnehmer werden über den Zimmer-Bus mit einer
Gruppenzentrale verbunden. Diese Teilnehmer sind Elektronikmodule
für Patienten- und Dienstzimmer, Elektronikmodule mit
Richtungsleuchte, Schnittstelleneinheiten oder Informationsdisplays
und werden bei der Systemkonfiguration einer der 3 unterstützten
(logischen) Untergruppen einer Gruppenzentrale zugewiesen. Mit einer
Gruppenzentrale ist die Bearbeitung von bis zu 3 Stationen möglich.
Die max. Leitungslänge des Zimmer-Busses ist bei der Verwendung
eines verdrillten Adernpaares mit einer maximalen Länge von 1000 m
angegeben. Der Bus-Abschluss erfolgt durch Steckbrücken auf der
Gruppenzentrale und der Bus-Abschlussweiche, die auch bei
Abzweigungen ("Stich") am Zimmer-Bus verwendet wird. In
einem vernetzten Patienten-Rufsystem clino opt 99 werden bis zu 16
Gruppenzentralen über den Gruppen-Bus miteinander verbunden;
hiermit können somit Systeme mit bis zu 48 logischen Gruppen
aufgebaut werden. In dieser Konstellation wird zwischen einer Haupt-
und weiteren Nebengruppenzentralen unterschieden. Auch
Systemeinheiten wie Schnittstellen zur Anbindung einer
Personensuchanlage, eines PCs oder Druckers werden am Gruppen-Bus
angebunden. Die max. Leitungslänge des Gruppen-Busses ist bei der
Verwendung eines verdrillten Adernpaars mit 2000m angegeben. Der
Bus- Abschluss erfolgt durch den jeweils ersten und letzten
Teilnehmer. Für Systeme mit Sprechfunktion stehen Gruppenzentralen
in Audioausführung zur Verfügung. Der jeweilige Audio-Bus muss
entsprechend den Spezifikationen des Zimmer- und Gruppen-Bus
ausgeführt werden. Es erfolgt kein Bus-Abschluss am Audio-Bus.
Über zusätzliche Relaiskontakte können für jede Untergruppe
Gruppen- Signalleuchten und Telefonleuchten angeschaltet werden.
Störmeldungen innerhalb des Patienten-Rufsystems (z.B. der Defekt
eines Elektronikmoduls) werden mittels eines separaten
Relaiskontaktes angezeigt. In einem Verbund von mehreren
Gruppenzentralen erfolgt eine "Sammelmeldung" an der
Hauptgruppenzentrale. Die Anbindung von Personal-, Essen- und
Telefonrufen ist möglich. Mit dem Konfigurationsmodul werden die
gesamten Systemparameter der Gruppenzentrale festgelegt. Hierbei
wird zwischen globalen Einstellungen, die für alle Gruppenzentralen
gelten (z.B. Displaysprache, Gesprächsdauer) und lokalen
Einstellungen (z.B. die Zuweisung der zu bearbeitenden Untergruppen)
unterschieden.
|
|
Elektronikmodul für Dienstzimmer clino opt 99
Für die Integration eines Dienstzimmers in das Patienten-Rufsystem
clino opt 99 wird das Elektronikmodul für Dienstzimmer eingesetzt.
Es ist für die Installation in Verbindung mit einem
Anschlussträger im Türbereich außerhalb dieses Zimmers vorgesehen
und wird von dort über den Zimmer-Bus mit der Gruppenzentrale
verbunden. Zentrale Funktionen erfordern den Einsatz mindestens
eines Elektronikmoduls für Dienstzimmer an jeder Gruppenzentrale.
Die Verdrahtung der Zimmerkomponenten, die im Arbeitsumfeld des
Pflegepersonals angeordnet sind, wird direkt vom Anschlussträger
des Elektronikmoduls für Dienstzimmer realisiert. Hierzu zählen
z.B. die Dienstzimmereinheit und das Dienstselektionsmodul. Das
Dienstselektionsmodul wird über den Betten-Bus mit dem
Elektronikmodul verbunden. Alle Rufeingänge für externe Einheiten
unterstützen hierbei die Funktion "Rufkreisüberwachung".
Das Pflegepersonal markiert mit dem Betätigen der in der
Dienstzimmereinheit integrierten Anwesenheitstaste die
"Anwesenheit im Dienstzimmer" und bereitet die akustische
Rufnachsendung vor. Über die Anwesenheitsleuchte im Flur kann jetzt
durch anderes Pflegepersonal, Patienten oder Besucher erkannt
werden, ob das Dienstzimmer besetzt ist. Im Patienten-Rufsystem
anstehende Rufe werden jetzt über den Summer der
Dienstzimmereinheit gemeldet. Dies sind Rufe der eigenen Station
(Gruppe) oder von Stationen, die über eine aktive Zusammenschaltung
mit dem jeweiligen Dienstzimmer verknüpft sind. Unmittelbar nach
der Wahrnehmung eines eingegangenen Rufes kann das Pflegepersonal
über die Taste "Su-Aus" (Summer- Aus, Warten) die Akustik
für eine vorprogrammierte Zeit deaktivieren. Diese Funktion bietet
z.B. nachts die Möglichkeit der Geräuschreduzierung auf der
Station. Läuft diese Zeit ab oder geht ein weiterer Ruf ein, wird
die akustische Rufnachsendung wieder aktiviert. Über die
Funktionstasten des Dienstselektionsmoduls wählt das Pflegepersonal
einen von maximal 6 verfügbaren Diensten (z.B.
"Frühdienst", "Spätdienst",
"Nachtdienst") aus. Der jeweilige Dienst kann die
Zusammenschaltung von mehreren Stationen zur gegenseitigen
Rufnachsendung beinhalten, wobei als Option die Dämpfung der
Summerlautstärke der akustischen Rufnachsendung für bestimmte
Dienste wie den "Nachtdienst" möglich ist. Zudem kann die
Rufweiterleitung in Hinsicht der Prioritätsklassen beschränkt
werden: Es können z.B. nur Not- und Arztrufe nach einer
konfigurierbaren Zeit weitergeleitet werden. Über das
Konfigurationsmodul werden die 8-stellige Zimmerkennung, die
Zuweisung zu einer logischen Untergruppe der Gruppenzentrale und die
Festlegung der Dienste im Speicher des Elektronikmoduls für
Dienstzimmer abgelegt.
|
|
Display- und Sprechmodul für Dienstzimmer clino opt 99
In dem Dienstzimmer einer Station besteht oftmals der Anspruch einer
Klartextanzeige von Patientenrufen oder systembedingten
Rufinformationen, die innerhalb des Patienten-Rufsystems erzeugt
werden. Als geeignetes Darstellungsmedium kann hierfür das
Displaymodul gewählt werden, das eine komfortable Ergänzung der
Dienstzimmereinheit darstellt. Die Installation des Displaymoduls
sollte im direkten Arbeitsumfeld des Pflegepersonals erfolgen. Das
Displaymodul wird mit bis zu 9 weiteren aktiven Einheiten wie dem
Dienstselektionsmodul über den Betten-Bus mit dem Elektronikmodul
verbunden. Es können jeweils maximal zwei Display-, Sprech- und
Dienstselektionsmodule sowie eine Konzentrierte Stationsabfrage
(KSA) an diesem Betten-Bus eingesetzt werden, jedoch keine Rufmodule
und Wandelektroniken. Jede aktive Einheit stellt einen
Netzwerkteilnehmer im Patienten-Rufsystem dar. Die max.
Leitungslänge des Betten-Busses ist bei der Verwendung eines
verdrillten Adernpaars mit 200m angegeben. Ein separater
Bus-Abschluss des Betten-Busses muss im Gegensatz zum Zimmer- Bus
nicht erfolgen, da die aktiven Teilnehmer eine entsprechende
Leitungsanpassung vornehmen. Das Pflegepersonal markiert mit dem
Betätigen der integrierten Anwesenheitstaste die "Anwesenheit
im Dienstzimmer" und bereitet hiermit die optische und
akustische Meldung von Rufen vor. Diese Anwesenheitsfunktion steuert
das zweizeilige (jeweils 8 Zeichen) LCD-Display und schaltet die
Hintergrundbeleuchtung ein. Im Patienten-Rufsystem anstehende Rufe,
Anwesenheiten oder ergänzende Systeminformationen werden jetzt im
Klartext rollierend im Taktzyklus von ca. 3-4 Sekunden über das
LC-Display angezeigt; Rufe werden zudem über den Summer des
Displaymoduls akustisch gemeldet. Dies sind Rufe der eigenen Station
(Gruppe) oder von Stationen, die über eine aktive Zusammenschaltung
mit dem Dienstzimmer verknüpft sind. Stehen Rufe verschiedener
Prioritäten an, werden nur Meldungen der höchsten Priorität
angezeigt. Für Patienten-Rufsysteme mit Sprechfunktion wird in
Verbindung mit dem Displaymodul das Sprechmodul eingesetzt. Über
diese Einheit spricht das Pflegepersonal, bei entsprechender
Ausstattung des Patientenzimmers, einen angezeigten Ruf oder eine
Anwesenheit an. Die Gesprächsrichtung wird über die im Sprechmodul
integrierte Wechselsprechtaste gesteuert: Das Pflegepersonal kann
ohne Tastendruck den Patienten hören und muss zum Sprechen die
Wechselsprechtaste betätigen. Abgefragte Normalrufe sind hierbei
fernabstellbar oder können in eine Wartestellung (Warteruf)
überführt werden. Not- und Arztrufe sind nicht fernabstellbar.
|
|
Konzentrierte Stationsabfrage für Dienstzimmer clino opt
99
Aktuelle Anforderungen an ein optimiertes Arbeitsumfeld des
Pflegepersonals beinhalten oftmals die Zusammenführung mehrerer
Funktionen in einem Gerät mit einfachen Bedienungselementen und
einer kompakten Bauform. Als integrierte Lösung für Dienstzimmer
oder zentrale Arbeitsplätze erfüllt die Konzentrierte
Stationsabfrage (kurz: KSA) diese Anforderungen. Die KSA wird über
die Bus-Anschlusseinheit mit dem Betten-Bus des Elektronikmoduls
für Dienstzimmer verbunden. Da es sich bei der KSA um ein mobiles
Tischgerät (2m Anschlussschnur) handelt, ist ein Standortwechsel
innerhalb eines Dienstzimmers denkbar, wenn in diesem Zimmer weitere
Bus-Anschlusseinheiten vorgesehen werden. Das Personal kann somit
flexibel den Arbeitsplatz gestalten. Das Pflegepersonal markiert mit
dem Betätigen der integrierten Anwesenheitstasten die
"Anwesenheit im Dienstzimmer" und bereitet die optische
und akustische Meldung von Rufen vor. Diese Anwesenheitsfunktion
steuert das LC-Display mit berührungsempfindlicher Oberfläche
"Touch Screen" und schaltet die Beleuchtung ein. Im
Patienten-Rufsystem anstehende Rufe, Anwesenheiten und ergänzende
Systeminformationen werden jetzt im Klartext über das LC-Display
angezeigt; Rufe werden zudem über den Summer der KSA akustisch
gemeldet. Dies sind Rufe der eigenen Station (Gruppe) oder von
Stationen, die über eine aktive Zusammenschaltung mit dem
Dienstzimmer verknüpft sind. Die Anzahl der angezeigten Meldungen
ist auf 4 Einträge beschränkt, zu weiteren kann mit Pfeiltasten
geblättert werden. Diese Funktion verschafft dem Pflegepersonal
einen besseren Überblick über die Stationsmeldungen. Über
Funktionstasten im LC-Display wählt das Pflegepersonal einen von
maximal 6 verfügbaren Diensten aus. Der jeweilig ausgewählte
Dienst kann die Zusammenschaltung mehrerer Station zur gegenseitigen
Rufanzeige beinhalten und wird optisch hervorgehoben dargestellt.
Zur besseren Aufteilung der Dienste können ergänzend Zimmer und
Betten sog. Pflegegruppen zugeordnet werden. Über diese Funktion
unterstützt die KSA z.B. die Rufaufwertung von Zimmern (Betten)
durch den Prioritätsruf. Für Patienten-Rufsysteme mit
Sprechfunktion stellt die entsprechend ausgeführte KSA einen
erweiterten Funktionsumfang zur Verfügung. Angezeigte Rufe und
Anwesenheiten spricht das Pflegepersonal komfortabel durch das
Berühren des Eintrages im LC-Display an. Hierzu zählen auch
Zimmer, die über einen in der KSA abgelegten Pflegegruppeneintrag
auswählbar sind. Eine spezielle Abhörsperre verhindert hierbei
jedoch das "Belauschen" von Zimmern.
|
|
Informations-Display clino opt 99
Flure oder zentrale Plätze einer Station erfordern eine einfache
und jedoch übersichtliche Darstellungsmöglichkeit von Meldungen
des Patienten-Rufsystems clino opt 99, um das Pflegepersonal mit den
entsprechenden Informationen zu versorgen. Hierfür kann das
Informations- Display gewählt werden. Es ist für die Wand- oder
Deckenmontage (mit Pendelrohraufhängung) vorgesehen und wird über
den Zimmer-Bus mit der Gruppenzentrale verbunden. Bei der
Inbetriebnahme wird hierbei das Informations- Display mittles
Steckbrücken einer logischen Untergruppe der Gruppenzentrale
zugewiesen. Im Patienten-Rufsystem anstehende Rufe und ergänzende
Systemmeldungen (z.B. Störungen) werden im Klartext rollierend mit
einem Taktzyklus von ca. 4-5 Sekunden über das LED-Leuchtband
angezeigt; Rufe können zudem über den Summer des Informations-
Displays akustisch gemeldet werden. Dies sind Rufe der eigenen
Station (Gruppe) oder von Stationen, die über eine aktive
Zusammenschaltung mit der Station verknüpft sind. Stehen Rufe
verschiedener Prioritäten an, werden nur Meldungen der höchsten
Priorität angezeigt. Um eine bessere Rufzuordnung zu
gewährleisten, werden Arztrufe durch eine schnell blinkende und
Notrufe durch eine laufende Unterstreichung signalisiert.
|
|
Elektronikmodul mit Richtungsleuchte clino opt 99
In den Fällen, dass eine Klartextanzeige von Rufen innerhalb der
Station nicht unbedingt erforderlich ist, kann zur ausschließlich
optischen Anzeige anstelle des Informations-Displays das
Elektronikmodul mit Richtungsleuchte in das Erscheinungsbild einer
Station integriert werden. Es ist für die Wandmontage in Fluren
konzipiert und wird von dort über den Zimmer-Bus mit der
Gruppenzentrale verbunden. Bei der Inbetriebnahme werden die jeweils
anzuzeigenden Zimmer im Speicher des Elektronikmoduls mit
Richtungsleuchte abgelegt. Rufe von zugewiesenen Zimmern werden mit
unterschiedlich optischen Ruftakten angezeigt: der Normalruf mit
stehendem Licht und der Notruf und Arztruf mit blinkendem Licht. Es
ist möglich, mehrere Elektronikmodule mit Richtungsleuchten in
einer Station einzusetzen. Hierdurch kann bei verwinkelten Fluren
ein Lichtleitsystem aufgebaut werden.
|
|
Elektronikmodul für Zimmer clino opt 99
Patientenzimmer, Stationsbäder oder auch Funktionsräume, die in
das Patienten-Rufsystem clino opt 99 einzubinden sind, werden mit
dem Elektronikmodul für Zimmer ausgestattet. In Abhängigkeit des
geforderten Funktionsumfangs, steht dieses Modul in verschiedenen
Ausführungen zur Verfügung. Hierdurch kann eine optimale Anpassung
an die Bedürfnisse eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung
- z.B. die Aufschaltung von ELA-Signalen, die selektive
Bettenkennung eines Zimmers oder auch die Integration der
Sprechfunktionen im System - erreicht werden. Das Elektronikmodul
ist für die Installation in Verbindung mit einem Anschlussträger
außerhalb des Patientenzimmers vorgesehen und wird über den
Zimmer-Bus mit der Gruppenzentrale verbunden. Die Verdrahtung der
Zimmerkomponenten, die im Eingangs-, Bad/WC und Bettenbereich des
Zimmers angebracht werden, erfolgt direkt vom Anschlussträger aus.
Aktive Teilnehmer (z.B. Rufmodule) werden über den Betten-Bus mit
dem Elektronikmodul verbunden. Patientenzimmer, in denen lediglich
passive Ruf- und Abstelleinheiten installiert sind, werden mit dem
Elektronikmodul ohne Betten- Bus ausgestattet. Rufe dieser Zimmer
werden im Patienten-Rufsystem ausschließlich über die
Zimmerkennung und der ausgelösten Rufart angezeigt. Alle
Rufeingänge unterstützen die Funktion
"Rufkreisüberwachung". Der Rufkreis sowie extern
angeschlossene Geräte werden hierdurch überwacht (Ruffunktion,
Störung, etc.). Ist jedoch in Patientenzimmern die selektive
Bettenkennung, ELA-Aufschaltung oder Sprechfunktion gefordert, kommt
das Elektronikmodul mit Betten-Bus zum Einsatz, über den bis zu 10
aktive Einheiten einsetzbar sind. Dies können jeweils maximal zwei
Display- und Sprech- sowie bis zu 8 Rufmodule und 4 Wandelektroniken
sein, wobei jede aktive Einheit einen Netzwerkteilnehmer im
Patienten- Rufsystem darstellt. Grundsätzlich sind alle Varianten
der Elektronikmodule für Zimmer mit Ruf- und Abstellkreisen für
passive Einheiten ausgestattet. Das Pflegepersonal markiert mit dem
Betätigen einer Anwesenheitstaste die "Anwesenheit im
Zimmer", stellt hiermit anstehende Rufe ab, die über die
Zimmersignalleuchte angezeigt werden, und bereitet die akustische
Rufnachsendung von anderen Rufen der Station vor. Über die
Anwesenheitsleuchte im Flur kann jetzt durch anderes Pflegepersonal,
Patienten oder Besucher der Status dieses Zimmers erkannt werden.
Mit dem Konfigurationsmodul wird die 8stellige Kennung des Zimmers,
die Zuweisung zu einer logischen Untergruppe der Gruppenzentrale und
ein Parameter für die Bad/WC-Abstellung im Speicher des
Elektronikmoduls abgelegt. Zudem erhalten aktive Einheiten am
Betten-Bus eine 8stellige Bettenkennung.
|
|
Displaymodul für Zimmer clino opt 99
Ist auch in Patientenzimmern oder Funktionsräumen die
Klartextanzeige von Patientenrufen oder systembedingten
Rufinformationen gefordert, wird hierfür das Displaymodul als
geeignete Anzeigeeinheit gewählt. Die Installation des
Displaymoduls sollte im Eingangsbereich eines Zimmers erfolgen. Es
wird mit bis zu 9 weiteren aktiven Einheiten wie Rufmodulen oder
Wandelektroniken über den Betten- Bus mit dem Elektronikmodul
verbunden. Das Pflegepersonal markiert mit dem Betätigen der
integrierten Anwesenheitstaste die "Anwesenheit im
Zimmer", stellt anstehende Rufe ab und bereitet die optische
und akustische Meldung von Rufen sowie das Auslösen des
Personal-Notrufes vor. Diese Anwesenheitsfunktion steuert das
2zeilige (jeweils 8 Zeichen) LC-Display und schaltet die
Hintergrundbeleuchtung ein. Im Patienten-Rufsystem anstehende Rufe,
Anwesenheiten oder ergänzende Systeminformationen werden jetzt im
Klartext rollierend im Taktzyklus von ca. 3-4 Sekunden über das
LC-Display angezeigt; Rufe werden zudem über den Summer des
Displaymoduls akustisch gemeldet. Dies sind Rufe der eigenen Station
(Gruppe) oder von Stationen, die über eine aktive Zusammenschaltung
mit diesem Zimmer verbunden sind. Stehen Rufe verschiedener
Prioritäten an, werden nur Meldungen der höchsten Priorität
angezeigt. Für Patienten-Rufsysteme mit Sprechfunktion wird das
Sprechmodul in Verbindung mit dem Displaymodul an dem Betten-Bus des
Elektronikmoduls für Zimmer eingesetzt.
|
|
Ruf-/ Abstelltaster clino opt 99
Besteht in Patientenzimmern nicht die generelle Anforderung, das
Displaymodul einzusetzen, kann im Eingangsbereich des Zimmers der
Ruf-/ Abstelltaster installiert werden. Die Verdrahtung dieser
Zimmerkomponente erfolgt direkt vom Anschlussträger des
Elektronikmoduls für Zimmer und kann entsprechend in Ruhe- und
Arbeitsstromanlagen verwendet werden. Das Pflegepersonal markiert
mit dem Betätigen der integrierten Anwesenheitstaste die
"Anwesenheit im Zimmer", stellt anstehende Rufe ab und
bereitet hiermit die akustische Meldung von Rufen sowie das
Auslösen des Personal-Notrufes vor. Im Patienten-Rufsystem
anstehende Rufe werden jetzt über den Summer der Ruf-/
Abstelleinheit gemeldet. Dies sind Rufe der eigenen Station (Gruppe)
oder von Stationen, die über eine aktive Zusammenschaltung mit
diesem Zimmer verbunden sind.
|
|
Rufmodul clino opt 99
Ist bei Anzeige von Patientenrufen eine selektive Bettenkennung
gefordert, wird anstelle des einfachen Ruftasters das Rufmodul als
Zimmerausstattung gewählt. Auch das Rufmodul ist in der Variante
mit dem 7poligen Steckkontakt erhältlich. Ergänzend hierzu kann
eine Kombination aus 7- und 6poligem Steckkontakt verwendet werden.
Die Verdrahtung des Rufmoduls erfolgt direkt von dem
Anschlussträger des Elektronikmoduls für Zimmer. Es wird über den
Betten-Bus mit weiteren aktiven Einheiten verbunden und stellt
hierbei einen Netzwerkteilnehmer im Patienten-Rufsystem dar.
Ausgelöste Patientenrufe eines Rufmoduls werden mit einer eigenen
8stelligen Bettenkennung im System angezeigt. Dieses gilt auch für
Rufe, die von einem an den 6poligen Steckkontakt angeschlossenen
Gerätes - z.B. ein medizinisches Überwachungsgerät - erzeugt
werden. Das Pflegepersonal kann somit eindeutig den Rufauslöseort
erkennen. Als Sicherheitsoption unterstützt das Rufmodul den
"Abzugruf". Hierfür überwacht das Rufmodul stetig den
Birn- oder Mehrfachtaster, der über den 7poligen Steckkontakt mit
dieser Einheit verbunden ist. Wird dieses Gerät durch den
Patienten, einen Besucher oder eine andere Person aus dem
Steckkontakt "herausgerissen", löst das Rufmodul einen
Abzugruf aus. Mittels einer Steckbrücke wird die Einstellung der
Betriebsart (Ruhe- oder Arbeitsstrom) des Rufmoduls für Geräte,
die an den 7poligen Steckkontakt angeschlossen werden, vorgenommen.
(Auslieferungszustand: Ruhestrom)
|
|
Abwurfsteckvorrichtung clino opt 99
Die Abwurfsteckvorrichtung kann in Verbindung mit dem dem Ruftaster
oder Rufmodul verwendet werden. Sie ist mit dem selbstlösenden
Stecksystem ausgestattet, das für den Anschluss von Birn- und
Mehrfachtastern vorbereitet ist. Die Kombination dieser
Geräteeinheiten unterstützt die Funktion des
"Abzugrufes". Die Verdrahtung der Abwurfsteckvorrichtung
erfolgt direkt vom Ruftaster oder Rufmodul, wodurch das Verlegen von
separaten Leitungen nicht erforderlich ist. Die Installation muss
für die Verwendung von mobilen Rufeinheiten in Ruhestromausführung
erfolgen. Das selbstlösende Stecksystem verhindert das Abreißen
von Gerätekabeln der verwendeten Rufeinheiten wie z.B. dem Birn-
und Mehrfachtaster.
|
|
Ruftaster clino opt 99
Als minimale Bettenausstattung ist der passive Ruftaster zu nennen;
es stehen auch Einheiten mit Steckkontakten für Birn- und
Mehrfachtaster sowie für Diagnostikgeräte zur Verfügung. Die
Verdrahtung dieser Zimmerkomponenten erfolgt direkt vom
Anschlussträger des Elektronikmoduls für Zimmer (z.B. ohne
Betten-Bus). Ruftaster können lediglich in Ruhestromanlagen
verwendet werden. Mit der Betätigung der im Ruftaster integrierten
roten Taste löst der Patient einen Ruf aus, der über die
Zimmersignalleuchte angezeigt wird. Im Patienten-Rufsystem wird
dieser Ruf akustisch und optisch gemeldet; dies ist z.B. in einem
Displaymodul des Dienstzimmers dann der Fall, wenn dort die
Anwesenheit markiert ist. Ist der Ruftaster mit einem 7poligen
Steckkontakt ausgestattet, kann zur Rufauslösung auch der Birn- und
Mehrfachtaster benutzt werden. An Einheiten mit der 6poligen Buchse
können externe Diagnostikgeräte angeschlossen werden. Über den
Mehrfachtaster können zudem bis zu zwei Beleuchtungen geschaltet
werden - z.B. eine Raumleuchte und/oder Leselampe. Diese Ansteuerung
muss über sogenannte Stromstoßrelais erfolgen. (siehe auch: Birn-
und Mehrfachtaster!)
|
|
Zugtaster clino opt 99
Im Bad/WC-Bereich eines Patientenzimmers wird eine separate
Möglichkeit zur Rufauslösung vorgesehen. Hierfür wird ein
spezieller Zugtaster verwendet, der mit einem integrierten
Magnetschalter ausgestattet ist. Aufgrund erhöhter
Sicherheitsanforderungen ist der Knauf mit einer Schnur von 2m
Länge über einen mechanischen Kunststoffeinsatz mit diesem
Magnetschalter verbunden. Die Verdrahtung des Zugtasters erfolgt
direkt von dem Anschlussträger des Elektronikmoduls für Zimmer.
Diese Einheit ist für den Einsatz in Ruhestromanlagen vorgesehen.
Durch das Ziehen am Knauf löst der Patient einen Bad/WC-Ruf aus,
der über die rote Signalleuchte angezeigt wird - zusätzlich kann
die Rufanzeige über eine separate Kammer (weiß) in der
Zimmersignalleuchte erfolgen. Dieser Ruf wird jetzt akustisch und
optisch gemeldet. Rufe aus dem Bad/WC-Bereich werden grundsätzlich
nur über einen separaten Abstelltaster abgestellt. An der Badewanne
wird anstelle des Zugtasters der pneumatische Ruftaster verwendet.
|
|
Birn- und Mehrfachtaster clino opt 99
Zum Anschluss an ein Rufmodul oder einen Ruftaster mit Steckkontakt
(7polig), der Wandelektronik sowie der Abwurfsteckvorrichtung steht
als mobile Rufeinheit der Birn- und Mehrfachtaster zur Verfügung.
Der einfache Birntaster ist ausschließlich mit einer Ruftaste
ausgeführt; im Mehrfachtaster sind entweder 1 bzw. 2 Lichttasten
integriert, die das Schalten einer Raumleuchte und/oder Leselampe
zulassen. Diese Einheiten sind in verschiedenen Varianten für
Ruhestromanlagen verfügbar. Mit der Betätigung der integrierten
roten Taste löst der Patient einen Ruf aus, der über die
Zimmersignalleuchte angezeigt wird. Im Patienten- Rufsystem wird
dieser Ruf akustisch und optisch gemeldet; dies ist z.B. in einem
Displaymodul des Dienstzimmers dann der Fall, wenn dort die
Anwesenheit markiert ist. Sind Birn- und Mehrfachtaster mit dem
selbstlösenden Stecksystem ausgestattet, wird das
"Abreißen" der Gerätekabel verhindert. Diese Funktion
bietet somit einen wartungsarmen Einsatz der Geräte. Mittels eines
Sicherungssystems kann die Kabelzuleitung dieser Rufeinheiten am Arm
des Patienten fixiert werden, damit einem "Loslassen" des
Gerätes vorgebeugt werden kann. Werden über den Mehrfachtaster
Beleuchtungen geschaltet, muss dies über sogenannte
Stromstoßrelais erfolgen, die über den Stromkreis des
Patienten-Rufsystems oder einer externen Schutzkleinspannung
(typisch: 24VDC) zu versorgen sind. Hierbei sind die entsprechenden
Hinweise der VDE 0834 zu beachten. Vorzugsweise sind sog.
"selbstversorgende" Stromstoßrelais zu verwenden.
Patienten, deren Motorik stark eingeschränkt ist, können anstelle
des Birn- und Mehrfachtasters einen pneumatischen Birntaster
verwenden, der auch durch sensibelste Berührungen zu betätigen
ist.
|
|
Schallwächter clino opt 99
Zum Anschluss an einen 7poligen Steckkontakt ist der Schallwächter
vorgesehen. Diese Einheit wurde speziell für die Rufauslösung
durch einen Geräuschpegel (z.B. Rufen) entwickelt. Zudem kann der
Patient einen Ruf über den integrierten Ruftaster auslösen. Durch
zwei Potentiometer wird die Schwelle für den Geräuschpegel und die
Rufauslösezeit individuell an den jeweiligen Patienten angepasst.
Die Rufauslösezeit entspricht der Zeit, die der eingestellte
Geräuschpegel anstehen muss, bis ein Ruf ausgelöst wird.
|
|
Wandelektronik und Patientenhandgerät clino opt 99
Um einem Patienten die Nutzung von Radio- und Fernsehprogrammen in
Verbindung mit den Funktionen des Patienten-Rufsystems clino opt 99
zu ermöglichen, kommt die Gerätekombination einer Wandelektronik
und eines Patientenhandgerätes zum Einsatz. Über einen
bidirektionalen Datenbus werden die Tonsignale von bis zu 8
Radio-Programmen und einem TV-Kanal sowie interne
Protokollinformationen übertragen. Die Wandelektronik ist mit dem
selbstlösenden Stecksystem, einer Ruftaste und ergänzend hierzu
mit einem 7- und einem 6poligen Steckkontakt ausgestattet. Die
Verdrahtung der Aufputz-Variante der Wandelektronik erfolgt direkt
vom Anschlussträger des Elektronikmoduls für Zimmer. Die
Ausführung für medizinische Versorgungseinheiten (Medienschiene)
wird über ein 40poliges Flachbandkabel mit einem
Schraubflachleitungsanschluss verbunden; diese Verdrahtung wird
durch den Hersteller der medizinischen Versorgungseinheiten
vorgenommen. Erst von diesem Schraubflachleitungsanschluss erfolgt
die Verbindung mit dem entsprechenden Elektronikmodul. Bis zu 4
Wandelektroniken werden über den Betten-Bus mit weiteren aktiven
Einheiten verbunden und stellen hierbei jeweils einen
Netzwerkteilnehmer im Patienten-Rufsystem dar. An das selbstlösende
Stecksystem wird das Patienten-Handgerät oder ein Birn- und
Mehrfachtaster angeschlossen. Über die Programmwahltasten des
Patientenhandgerätes wählt der Patient den gewünschten Radio-
oder Fernsehkanal, der über die integrierte Hörkapsel oder einen
optionalen Kopfhörer wiedergegeben wird - die Programmanzeige
erfolgt hierbei über ein LED-Display. Die Lautstärke dieses
Signals kann über separate Tasten angepasst werden; ergänzend
hierzu ist das Ein- bzw. Ausschalten eines TV-Endgerätes möglich.
Die TV-Steuerung erfolgt z.B. in Verbindung mit der Infrarot-
Fernbedienung für TV-Geräte (74190S). Die Programmwahltasten des
Patientenhandgerätes können für die Bedienung externer Geräte
(z.B. Jalousiensteuerung) über Steckbrücken, die auf der
Leiterplatte der Wandelektronik angebracht sind, umfunktioniert
werden. Das Patientenhandgerät und der Mehrfachtaster stellen bis
zu 2 Tasten für die Steuerung externer Beleuchtungen - z.B. eine
Lese- und Raumleuchte - zur Verfügung. Diese Ansteuerung muss über
sogenannte Stromstoßrelais erfolgen, die über den Stromkreis des
Patienten-Rufsystems oder einer externen Schutzkleinspannung
(typisch: 24VDC) zu versorgen sind. Hierbei sind die entsprechenden
Hinweise der VDE 0834 zu beachten. Vorzugsweise sind sog.
"selbstversorgende" Stromstoßrelais zu verwenden. Die
Wandelektronik wird für Rufeinheiten in Ruhe- bzw. Arbeitsstrom-
Ausführung über Steckbrücken, die auf der Leiterplatte angebracht
sind, kodiert. (Auslieferungszustand: Ruhestrom)
|
|
Schnittstelleneinheit clino opt 99
In Krankenhäusern besteht die Anforderung, Meldungen von Systemen
der Gebäudeleittechnik, Brandmeldeanlagen, Heizungs- oder gar
Patienten-Rufsystemen systemübergreifend anzuzeigen, um ein
kurzfristiges Eingreifen durch Personal der Technischen Abteilung,
Verwaltung oder des Pflegedienstes zu ermöglichen. Hierfür wird im
Patienten-Rufsystem clino opt 99 die Schnittstelleneinheit
verwendet, die das Bindeglied zu Systemen herkömmlicher
Schaltungstechnik mit einfachen, potentialfreien Koppelelementen
(z.B. Relais) darstellt. Diese Einheit kommt z.B. sehr oft in den
Fällen zum Einsatz, wenn ältere Patienten-Rufsysteme keine
Erweiterungsmöglichkeiten mehr bieten, jedoch eine gegenseitige
Rufübermittlung aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen
unumgänglich ist. Die Schnittstelleneinheit wird z.B. in
Technikräumen oder in Etagenverteilern installiert und von dort
über den Zimmer-Bus mit der Gruppenzentrale verbunden. Über
Steckbrücken erfolgt die Zuordnung zu einer logischen Untergruppe
der Gruppenzentrale oder einer systemweiten Meldefunktion. Ist die
Schnittstelleneinheit einer logischen Untergruppe zugeordnet, werden
im Patienten-Rufsystem anstehende Arzt-, Not- und Normalrufe dieser
Untergruppe über Relaiskontakte, die ein stetiges Signal erzeugen,
an eine Fremdanlage weitergegeben. Auch Rufe von einer Fremdanlage
werden über entsprechende Eingänge einer der genannten Rufarten
zugewiesen; hierbei ist ein stetiges Ausgangssignal der Fremdanlage
zu verwenden. Zudem bietet die Schnittstelleneinheit in dieser
Betriebsart die Möglichkeit, Taktzeiten von Rufsignalen, die
konform der geltenden Norm von Rufanlagen erzeugt werden, über
einen gesonderten Eingang auszuwerten. Signale der eigenen
Untergruppe sind an einem entsprechenden Ausgang dieser Einheit
verfügbar. Wird die Schnittstelleneinheit für eine systemweite
Meldefunktion verwendet, können bis zu 4 externe Störmeldungen im
gesamten Patienten-Rufsystem angezeigt und an eine angeschlossene
Personensuchanlage mit einer separaten Textanzeige weitergeleitet
werden. Jedem Eingang wird hierbei ein 8stelliger Text (z.B.
"FEUER") zugeordnet. In dieser Einstellung sind die
Ausgänge der Schnittstelle ohne Funktion. Diese Funktionsweise ist
besonders wichtig, wenn gezielte Meldungen dem gesamten
Pflegepersonal mitzuteilen sind. Über das Konfigurationsmodul
werden die 8-stellige "Zimmerkennung" oder die Bezeichnung
und Arbeitsweise der Eingänge, die für eine systemweite
Meldefunktion verwendet werden, im Speicher der
Schnittstelleneinheit abgelegt. Diese Einheit wird über eine
Steckbrücke für Ruhe- bzw. Arbeitsstrom-Anwendungen kodiert.
(Auslieferungszustand: Ruhestrom)
|
|
PSA-Schnittstelleneinheit clino opt 99
Moderne Krankenhäuser und Betreuungseinrichtungen erwarten von dem
Pflegepersonal eine immer größere Flexibilität und Mobilität und
eine dennoch ständige Erreichbarkeit in Ihrem Arbeitsbereich. Oft
sind es kurze und gezielte Informationen, die in wenigen Sekunden
dem Pflegepersonal zielgenau übermittelt werden müssen. Als Basis
eines in den Kommunikationsverbund der Einrichtung integrierten
Übertragungsweges kommt oftmals eine drahtlose Personensuchanlage
(kurz: PSA) zum Einsatz. Die PSA-Schnittstelleneinheit bietet die
Anbindung einer PSA an das System clino opt 99. Die
PSA-Schnittstelleneinheit wird über eine serielle Schnittstelle mit
der Personensuchanlage verbunden, wobei Kopplungen über eine RS
232- oder RS 422-Schnittstelle erfolgen können. Bei der Wahl eines
geeigneten Datenübertragungsmediums können hierbei mittels der RS
232-Schnittstelle Entfernungen bis zu 15m überbrückt werden, der
RS 422-Schnittstelle hingegen sogar bis zu ca. 1000m. Maximal eine
PSA-Schnittstelle wird über den Gruppen-Bus mit der Gruppenzentrale
und weiteren Einheiten verbunden. In Abhängigkeit der zu koppelnden
Anlage ist die PSA-Schnittstelle für die angeforderten Protokoll-
und Schnittstellenparameter konfiguriert. Sie überprüft hierbei
stetig den Datenaustausch. Treten Übertragungsfehler wie z.B.
Leitungsunterbrechungen oder Unstimmigkeiten im Protokoll auf, wird
dieser Zustand im Patienten-Rufsystem über vorhandene Displaymodule
oder den Störmeldekontakt der Hauptgruppenzentrale angezeigt. Im
Patienten-Rufsystem anstehende Arzt-, Not- und Normalrufe sowie alle
anderen Rufarten überträgt die Hauptgruppenzentrale des Systems an
die PSA-Schnittstelleneinheit, die diese Daten entsprechend ihrer
Konfiguration auswertet und an die verbundene Personensuchanlage
weiterleitet. Mit dem Konfigurationsmodul können jeder logischen
Untergruppe des Patienten-Rufsystems für die Rufarten Normal-, Not-
und Arztruf jeweils 6 Rufempfänger zugewiesen werden. Bei diesen 6
Rufempfängern wird zwischen 4 Erstrufempfängern und 2
Überlaufempfänger unterschieden. Anstehende Rufmeldungen werden
hierbei zuerst an die Erstrufempfänger und nach einer
konfigurierbaren Zeit zudem an die Überlaufempfänger übertragen.
Ergänzend zu der Zuweisung der Rufempfänger bietet die
PSA-Schnittstelleneinheit die Möglichkeit zur optimalen Anpassung
der Betriebsart in Verbindung mit einer angeschlossenen PSA. Hierzu
können über spezielle Servicefunktionen des Konfigurationsmoduls
Parameter wie z.B. die Rufwiederholzeit, der PSA-Typ (numerisch /
alphanumerisch) oder auch die Ruftextanzeige verändert werden.
Zudem ist das Übertragen von Rufen mit "Testmeldungen"
möglich.
|
|
Datenschnittstelle für PC und Drucker clino opt 99
Bei der Errichtung, Sanierung, oder Erweiterung von Krankenhäusern,
Altenpflegeheimen oder ähnlichen Einrichtungen sind
zukunftsorientierte Lösungsansätze von großer Bedeutung, die eine
übergreifende Integration der geplanten Kommunikationssysteme
vorsehen. Hierzu sind vor allem Systeme der sicherheitsrelevanten
Bereiche zu nennen - z.B. die Gebäudeleittechnik,
Brandschutztechnik oder auch Rufanlagen. In Hinsicht dieser Vorgaben
ist das Patienten- Rufsystem clino opt 99 mit Funktionen der Abfrage
und Auswertung anfallender Ruf-, Anwesenheits- und allgemeiner
Systemdaten in Verbindung zu bringen. Um diese Anforderungen zu
erfüllen, bieten entsprechend entworfene Datenschnittstellen die
Möglichkeit der Anbindung eines PCs oder Druckers an dieses System.
Diese Datenschnittstellen werden über eine serielle Schnittstelle
mit dem PC oder Drucker verbunden, wobei derzeit Kopplungen über
eine RS 232- oder RS 422- Schnittstelle zu realisieren sind. Maximal
eine der jeweilige PC- und Drucker-Schnittstelle wird über den
Gruppen-Bus mit der Gruppenzentrale und weiteren Systemeinheiten
verbunden. Im Patienten-Rufsystem anstehende Arzt-, Not- und
Normalrufe sowie alle anderen Rufarten und Systemdaten (z.B.
auftretende Störungen von Komponenten) überträgt die
Hauptgruppenzentrale des Systems an die PC- oder
Drucker-Schnittstelle, die diese Daten entsprechend ihrer
Konfiguration auswertet und an die angeschlossene Einheit
weiterleitet. Hierbei werden durch die Ergänzung eines speziellen
DCF-Uhrenmoduls alle Systeminformationen sekundengenau registriert.
Der Protokoll-PC muss zur Rufprotokollierung mit der Protokolldaten-
Software und zwei seriellen Schnittstellen ausgestattet sein, um den
Anschluss der PC-Schnittstelle und einer Funkuhr (DCF77-Signal) zu
gewährleisten. In Verbindung mit dem Protokoll-PC wird im
Patienten-Rufsystem auf den Informations-Displays und den
Konzentrierten Stationsabfragen die Uhrzeit (+ Datum!) angezeigt. Um
eine höhere Sicherheit der Datenspeicherung zu gewährleisten,
speichert die jeweilige Schnittstelle bis zu 300 Aktionen, wenn die
Verbindung zwischen dem PC oder Drucker und der entsprechenden
Datenschnittstelle des Patienten-Rufsystems unterbrochen wird. Die
DCF-Schnittstelle wird in Verbindung mit der Drucker-Schnittstelle
verwendet, um eine zeitgenaue Ruf- und Anwesenheitsprotokollierung
durchführen zu können. Ist das Patienten-Rufsystem mit
Informations-Displays ausgestattet, wird über diese die Uhrzeit
angezeigt, wenn keine Rufe im System anstehen.
|
|
Konfigurationsmodul clino opt 99
Mit dem Konfigurationsmodul (kurz: KFM) werden die Zimmerkennungen
und - bei entsprechender Zimmerausstattung - die Bettenkennungen
programmiert. Hierzu wird das Konfigurationsmodul mit der
Servicebuchse der jeweiligen Einheit verbunden, welche die
benötigte Spannungsversorgung bereitstellt. Der bis zu 8stellige
alphanumerische Text für die Zimmer- und Bettenkennung wird im
Speichermodul (Festwertspeicher) des jeweiligen Elektronikmoduls
abgelegt. Es ist darauf zu achten, dass nur eindeutige Namen zu
konfigurieren sind, d.h. es darf keine Bezeichnung doppelt verwendet
werden. Dieses gilt für die systemweit installierten
Netzwerkteilnehmer (aktive Komponenten) des Patienten-Rufsystems
clino opt 99. Das Konfigurationsmodul besteht aus einer
Schreibunterlage im DIN A4-Format, einer Displayeinheit, einem
Barcode- Lesestift und einem Anschlusskabel mit 8poligem Stecker
für die Servicebuchse der zu programmierenden Einheit. Mit dem
Barcode-Lesestift kann eine vorbereitete Zimmerliste eingelesen oder
über die Barcode-Tastatur eingegeben werden. Um die Inbetriebnahme
und Wartung zu vereinfachen, stellt das Konfigurationsmodul
verschiedene Servicefunktionen zur Verfügung, über die z.B. eine
schnelle Fehleranalyse und -behebung möglich ist.
|
|
|
Hier finden Sie verschiedene Produktdatenblätter:
Rufkompaktset für Behinderten-WC (Datenblatt)
Rufkompaktset CL für Behinderten-WC (Datenblatt)
Bedienrechner PW-System clino opt 99 (Datenblatt)
Gruppenzentrale clino opt 99 (ohne Audio) (Datenblatt)
Konzentrierte Stationsabfrage clino opt 99 Typ B2 (Datenblatt)
Konzentrierte Stationsabfrage clino opt 99 Typ A1 (Datenblatt)
Displaymodul für Bettenbus (Datenblatt)
Zimmerterminal mit Display, Arztruf clino phon 99 (Datenblatt)
Bettenmodul clino phon 99 (Datenblatt)
Patientenhandgerät clino phon 99 Typ A1 (Datenblatt)
Wandelektronik clino opt 99 Typ A2 (Datenblatt)
Informationsdisplay
|
|
Die gesamte Gefahrenmelde-
technik für Wiederverkäufer und Industrie aus einer Hand:
Einbruchmeldeanlagen
Brandmeldesysteme
Videoüberwachungen
Lichtrufanlagen
Fluchtwegsicherungen
Zugangskontrollen
Zeiterfassungssysteme
Übertragungsgeräte
Ihre direkten Kontakte zu uns:
Informationen anfordern
Unsere CD anfordern
Uns eine Preisanfrage zusenden
Unsere Anschrift und Rufnummer
Unsere Seiten wurden getestet mit Internet-Explorer, Opera, Firefox und Mozilla.
Gern nehmen wir Ihre Anregungen für Ergänzungen von Informationen entgegen.
Bitte nutzen Sie doch einfach unsere Kontakte,
die Ihnen hier zur Verfügung stehen. Vielen Dank.
|